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Leo Prüller: Er rückte die Menschen vom Land ins Zentrum

"Wir trauern um eine der großen Gestalten des Laienapostolates“, sagt Gerda Schaffelhofer, Präsidentin der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ).

Leo Prüller Bild: privat

Leo Prüller, der erst Generalsekretär und von 1988 bis 1991 Präsident der KAÖ war, starb kürzlich im 88. Lebensjahr.
Prüller wurde am 5. November 1928 als 13. und jüngstes Kind einer Bauernfamilie in Reinsberg im Mostviertel geboren. Schon während seines Studiums an der Universität für Bodenkultur in Wien begann er sein kirchliches und gesellschaftliches Engagement.

1950 wurde er Vorsitzender der Katholischen Hochschuljugend, zwei Jahre später begann er als Zentralsekretär der Katholischen Landjugend, im Jahr darauf wurde er Bundessekretär der Katholischen Jugend und weitere drei Jahre später Generalsekretär der KAÖ. Bei der Katholischen Jugend lernte er seine Frau Theresia kennen, die er 1957 heiratete. Gemeinsam zogen sie fünf Kinder, darunter Michael Prüller, Pressesprecher von Kardinal Schönborn, und Veronika Prüller-Jagenteufel, Wiener Pastoralamtsleiterin, groß.

In dieser Zeit wurde Leo Prüller von Bischof Michael Memelauer zum Direktor des neu errichteten Bildungshauses St. Hippolyt der Diözese St. Pölten ernannt. 27 Jahre lang wirkte er dort mit großem Engagement. Im Mittelpunkt seiner Arbeit standen dabei vor allem die Familie und die Menschen im ländlichen Raum.

Prüller war unter anderem ehrenamtlicher Mitbegründer und erster Vorsitzender des Österreichischen Bundesjugendringes und Präsident der Internationalen Vereinigung der katholischen ländlichen Organisationen. Für sein Wirken wurde er mit dem Berufstitel Professor ausgezeichnet, er erhielt unter anderem das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. „Er hat in vielem das verkörpert, was das selbstbewusste Engagement und Mitgestalten der katholischen Laien in Kirche und Gesellschaft ausmacht“, sagt Schaffelhofer. Das Begräbnis mit Requiem findet morgen, Mittwoch, 2. März, um 13 Uhr in Steinakirchen am Forst statt.
 

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Artikel Gerald Winterleitner 01. März 2016 - 00:04 Uhr
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