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Wenn jede Stufe zur Hürde wird: Pregarten will barrierefrei werden

PREGARTEN. Eine Checkliste, worauf bei barrierefreiem Um- und Neubau zu achten ist, entwickelt derzeit eine Projektgruppe in Pregarten. „Wir wollen nicht bevormunden, sondern Bewusstsein bilden“, betont Ephrem Windischhofer.

Mit einem Rollstuhl können selbst kleine Stufen und Kanten zu einer unüberwindlichen Hürde werden. Zahlreiche solcher Hürden gebe es derzeit noch im Pregartner Stadtgebiet, ist die neugegründete Arbeitsgruppe überzeugt. Sie konstituierte sich nach einer Informationsveranstaltung über Barrierefreiheit in der Bruckmühle.

„Wir haben viele Einrichtungen in der Stadt, in denen Menschen mit Beeinträchtigungen wohnen. Und trotzdem gibt es Geschäfte, die umbauen und dann trotzdem noch zwei Stufen zum Eingang hin haben“, wundert sich Windischhofer. Der Obmann der Dorf- und Stadtentwicklung organisierte daher die Infoveranstaltung, bei der auch Rollstuhlfahrer dabei waren und von ihren Erlebnissen berichteten. „Unser Ziel ist es, dass Gemeindevertreter, Bauhof-Mitarbeiter und Planer immer mitdenken: Wie kann das barrierefrei gelöst werden?“, so Windischhofer. Neben einer allgemeinen Checkliste sollen auch ganz konkrete Vorschläge für Pregartner Geschäfte erarbeitet werden, die ebenfalls veröffentlich werden sollen. „Wir wollen damit niemanden bevormunden, sondern nur aufzeigen, wie es anders ginge und so Bewusstsein für das Thema Barrierefreiheit schaffen“, sagt der Pregartner. Außerdem sollen auf der Gemeindehomepage auch positive Beispiele und Fördermöglichkeiten veröffentlicht werden. Barrierefreiheit innerhalb kürzester Zeit erwartet Windischhofer nicht: „Es geht nicht darum Wunder zu wirken, sondern darum, in kleinen Schritten etwas zu bewirken.“

Projekt für RUF-Gemeinden

Das Projekt soll nicht auf Pregarten beschränkt bleiben, sondern auf die drei weiteren RUF-Gemeinden (Region Untere Feldaist) Hagenberg, Wartberg und Unterweitersdorf ausgeweitet werden. Windischhofer ist überzeugt, dass die vier Gemeinden behindertenfreundlicher werden: „Barrieren lassen sich beseitigen. Aber es geht nur dann, wenn man das Bewusstsein dafür hat.“

Kommentare
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Artikel 05. Juli 2011 - 00:04 Uhr
Barbara Eidenberger
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Gehsteigkanten sind für Rollstuhlfahrer oft ein Hindernis.  Bild: OÖN

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