134 Kilometer ist der Jakobsweg durch den Böhmerwald lang. Von Krumau nach Passau macht man auch einen Abstecher in das Stift Schlägl. Abseits der großen Pilgerströme gelingt es einem vielleicht am besten, in sich hinein zu hören. Die Wanderung beginnt im mittelalterlichen WEltkulturerbe-Städtchen Krumau in Südböhmen. In westliche Richtung wandert man nach Maria Gojau (Kájov), einem der ältesten Marienwallfahrtsorte in Böhmen. Die erste Etappe führt bis nach Friedberg, ans Ufer des Moldaustausees. Am nächsten Tag geht es durch den Nationalpark Sumava nach St. Thoma (Svat Tomá). Hier steht die Burgruine Wittinghausen, die aus den Erzählungen Adalbert Stifters bekannt ist. Höhepunkt der nächsten Tagesetappe ist das Stift Schlägl. Mit dem Bau des Klosters im frühen 13. Jahrhundert begann die Kultivierung des Landstriches, der bis zu diesem Zeitpunkt ein dichter Urwald war. Über die Wallfahrtskirchen St. Wolfgang am Stein und Maria Trost wandert man am nächsten Tag nach Rohrbach. Der Ort Pfarrkirchen ist das Ziel der fünften Etappe. Neben der Kirche befindet sich die Lorettokapelle mit der Schwarzen Madonna. Tags darauf passieren die Pilger in Neustift die Grenze nach Bayern. Ziel der einwöchigen Wanderung ist die Domstadt Passau.
Kostenloses Kartenmaterial und eine genaue Wegbeschreibung gibt es beim TV Böhmerwald: www.boehmerwald.at.
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