Der hohe Pendleranteil einerseits und die verstreuten Siedlungen sowie die hügelige Topografie andererseits stellen besondere Herausforderungen an den öffentlichen Verkehr. Die Mobilität ist ein großes Thema der Klima- und Energiemodellregion: „Geld für Mobilitätslösungen die weg vom Individualverkehr führen gibt es an verschiedenen Stellen“, sagt Georg Ecker, Obmann der Leaderregion Donau Böhmerwald. Ab Jänner soll für Klima- und Energiefragen eine Vollzeitkraft im Leaderbüro Sarleinsbach angestellt werden. Das Leaderbüro soll so zur Anlaufstelle für die Abwicklung und Begleitung von zukunftsfähigen Projekten – auch im Mobilitätsbereich – sein.
Elektrisch oder öffentlich
„Wir wollen uns auch dem Thema Elektromobilität stellen. Hier geht es darum durch Einstiegsangebote und Testmöglichkeiten die Menschen neugierig zu machen“, sagt Ecker. Ein gutes Beispiel dafür ist der Lembacher Gemeindebedienstete Wilhelm Hopfner. Er war einer der ersten Solaranlagenbesitzer und auch auf dem Hackschnitzel-Sektor ein Pionier. Seit mehr als einem Jahr fährt er ein Elektroauto. „Ich versuche natürlich wo es geht überhaupt auf das Auto zu verzichten. Auf Kurzstrecken die mit dem Fahrrad nicht mehr so leicht zu bewältigen sind, steige ich in das Elektroauto um“, sagt er.
Genau bei diesen Kurzstrecken setzt auch das regionale Verkehrskonzept im Oberen Mühlviertel an: „Zwei Drittel aller Fahrten finden auf Strecken unter fünf Kilometern statt. Da ist enormes Einsparungspotenzial zu finden“, sagt Gernot Haider von der Gesamtverkehrsplanung des Landes Oberösterreich. Das regionale Verkehrskonzept, das es in Rohrbach und Teilen Urfahrs seit 2006 gibt, habe den Hebel genau dort angesetzt. Zum Beispiel sind die Fahrgastzahlen zwischen Oberkappel und Lembach auf das doppelte angestiegen.
Die Zahl der (öffentlich) beförderten Fahrgäste im Bezirk Rohrbach ist zwischen 2006 und 2009 um 18 Prozent gestiegen.
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