Eine Friedenswallfahrt und eine feierliche Friedensvesper bildeten am Sonntagnachmittag den Rahmen für die Verleihung der „Europäischen Friedensrose“ im Stift Waldhausen. Die Idee zu dieser Ehrung geht auf eine Initiative des Sakralkünstlers Pius Frank aus dem benachbarten Nöchling in Niederösterreich zurück. Er schuf in seiner Werkstatt die metallenen Friedensrosen und legte gemeinsam mit dem Waldhausener Pfarrer Karl Wögerer den Grundstein für die 2003 erstmalig durchgeführte Friedensrosen-Verleihung. Alle zwei Jahre werden seither Friedensrosen an Menschen oder Gruppen verliehen, die sich für Frieden, Gerechtigkeit oder die Bewahrung der Schöpfung einsetzen.
Die diesjährigen Preisträger sind die Ordensschwester Elvira Petrozzi, der in Wien tätige Missionar Patrik Kofo Kodom und die ARGE Schöpfungsverantwortung aus Wien. Pretozzi gründete die Gemeinschaft „Cenacolo“, in der drogensüchtige junge Menschen betreut werden. Pater Kofi Kodom engagiert sich als Seelsorger besonders für Schubhäftlinge und leistet in der Flüchtlingshilfe einen wichtigen Beitrag zu interkultureller Verständigung. Die von Isolde Schönstein gegründete „ARGE – Schöpfungsverantwortung“ führt einen Informations-, Beratungs- sowie Behelfsdienst und koordiniert eine umfassende Vortragstätigkeit zu diesem Thema.
Einen Anerkennungspreis erhielt die Friedenshauptschule Seitenstetten/Biberbach. Hier wird unter anderem Kontakt zu Opfern und Familienangehörigen des Atombomben-Abwurfs in Hiroshima gepflegt.
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