So wie Martin Kellermann und Michael Binder heuer den Top-Six-Cup der Mountainbike-Marathons dominierten, prägten die beiden auch das Abschlussrennen in St. Georgen am Walde. Vor allem Martin Kellermann, der hier schon im Jahr 2008 den Sieg geholt hatte, zeigte, dass ihm die Strecke im Mühlviertel auf den Leib geschneidert ist. Er setzte sich in der zweiten Hälfte der 96-Kilometer-Distanz von seinen Verfolgern ab und gewann mit Rekordvorsprung von fast einer Viertelstunde auf Binder, dem jedoch der zweite Rang genügte, um sich die Top-Six-Gesamtwertung zu sichern.
Was Binder erst im Ziel erfuhr: Kellermann wurde ebenfalls vom Defektteufel heimgesucht: „15 Kilometer vor dem Ziel spielte die Schaltung verrückt. Ich konnte nur noch große Gänge einlegen und fuhr auf den letzten drei Anstiegen stets absolut am Limit.“ Dritter wurde Willibald Vorderderfler vom ÖAMTC-Team Hrinkow. Pech hatte Andreas Kirchberger, der lange Zeit führte, nach einem Platten jedoch warten musste, bis sein Betreuer mit dem Ersatz-Bike zu ihm geeilt war. Er fiel somit auf den vierten Platz zurück.
Erfolg für Rametsteiner
In der „Medium“-Distanz über 48 Kilometer lieferten sich die beiden Oberösterreicher Roman Rametsteiner und Markus Loisl ein beinhartes Duell um den Sieg. Die beiden führten lange Zeit souverän das Feld an. Erst auf dem letzten Anstieg gelang es Rametsteiner, Jung-Profi Loisl abzuschütteln und mit acht Sekunden Vorsprung durchs Ziel zu gehen.
Ebenfalls einen Oberösterreich-Erfolg gab es bei den Damen. Lisi Unterbuchschachner bewältigte die Extrem-Distanz in knapp sechs Stunden und gewann damit auch die Top-Six-Gesamtwertung der Damen (siehe Interview).
Viel Lob für die Veranstalter
Allen Fahrern gemeinsam war ein großes Lob an die Veranstalter vom Schorschi-Club St. Georgen am Walde. „Die Streckenposten waren große Klasse. Sie sind mir schon von Weitem entgegengelaufen und fragten, ob ich was zu essen oder trinken haben will. So etwas gibt es nur ganz selten“, sagte etwa der Zehntplatzierte, Thomas Walzer. Insgesamt stellten sich heuer 390 Fahrer aus fünf Nationen der Herausforderung des Granitbeißer-Marathons.
Sabine Sommer aus Neumarkt im Mühlkreis war die schnellste Dame auf der Medium Strecke.
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