Nahezu 40 durchwegs ältere Radurlauber umfasst die Reisegruppe, die Christine Hackner diese Woche im Auftrag eines Reiseveranstalters von Passau in die Wachau begleitete. Die Fahrt durch Mauthausen löste bei den Urlaubern jedoch höchst gemischte Gefühle aus. Denn unmittelbar nach dem Verlassen der Fähre, die sie von Enns über die Donau brachte, mussten sie die stark befahrene Bundesstraße queren. Nach gut einem Kilometer Fahrt dann noch ein zweites Mal. Und das, obwohl es direkt beim neuen Hochwasserdamm einen asphaltierten Weg gibt, der aber gesperrt ist. „Bei dem Verkehr, der rund um Mauthausen herrscht, ist jede Querung der Bundesstraße eine gefährliche Angelegenheit. Ich stelle mich dazu meist auf die Straße und halte die Autos an, bis die ganze Gruppe die Straße gequert hat. Das ist nicht ungefährlich – abgesehen davon, dass man von einigen Autofahrern auch noch beschimpft wird“, sagt Hackner.
Den Verdacht, Mauthausen würde den Urlaubern die Fahrt auf dem Damm-Belgeitweg verwehren, um den Tourismus im Ort nicht zu schwächen, will Bürgermeister Thomas Punkenhofer (SP) erst gar nicht aufkommen lassen: „Die Sperre hat rein sicherheitstechnische Gründe.“ Da der Weg uferseitig nicht gesichert werden kann, ohne die Funktion des Damms zu beeinträchtigen, habe man sich für ein Fahrverbot entschlossen. Tatsächlich fällt hier die Böschung steil in Richtung Donau ab. „Jeder Sturz wäre an dieser Stelle lebensgefährlich“, sagt Punkenhofer.
Die vollständige Sperre des Begleitweges wird noch heuer aufgehoben, sobald die letzten Detailarbeiten am Damm abgeschlossen sind. Radfahrer werden dort aber auch künftig ihr Gefährt schieben müssen, denn der Abschnitt wird nur als Gehweg ausgeführt. Eine für Radfahrer geeignete Absicherung aufzubauen, würde dem Prinzip des Hochwasserschutzes widersprechen, weil sie den Aufbau verzögere.
Fahrverbot bleibtOb das Fahrverbot eingehalten wird, steht laut Punkenhofer auf einem anderen Papier. Die Fahrverbots-Zone auf dem Begleitweg wird jedoch auf den Abschnitt zwischen Schiffsanlegestelle und der unteren Heindlkai-Kreuzung (Café Castello) verkürzt. Ab diesem Punkt ist die Absicherung des Weges nämlich durch die erhöhte Betonmauer gegeben.
da baut man einen Hochwasserschutz, da wird geplant und gebaut, aber einen sicheren Radweg mitplanen dafür fehlte wohl das liebe Geld.Denn man muss sich schon fragen wieviel eigentlich die Sicherheit der Radfahrer wert ist.Dass auf dem Donauradweg !!!
Die B3 ist eine wunderschöne Straße, und als Radfahrer ist man dort auch viel schneller unterwegs, der Weg ist kürzer, der Asphalt ist besser, die Strecke ist bretteben.
Die Benachteiligung der Radfahrer ist nichteinmal durch eine viel höhere Sicherheit argumentierbar. Einzig die Geschwindigkeit der Autofahrer muss streng kontrolliert werden. Ein paar fix installierte Radarkästen würden sich sowieso rechnen.
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