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Thermalwasser in Bad Leonfelden „möglich und auch wahrscheinlich“

BAD LEONFELDEN. Thermalwasser in „ausreichender Menge für eine touristische Nutzung“ könnte sich unter Bad Leonfeldens Boden verbergen. Deshalb soll nun um 500.000 Euro probegebohrt werden.

„Die Chancen für Thermalwasser stehen gut“, sagt Christian Schmid von der Johanneum Forschungsgesellschaft in Leoben, der die vergangenen drei Jahre Bad Leonfeldens Untergrund untersucht hat. „Entlang einer Bruchlinie im Granit in rund 1000 Metern Tiefe ist mit rund 34 Grad warmem Wasser zu rechnen. Die Menge ist eher gering und dürfte bei einem bis drei Litern in der Sekunde liegen“, erklärt Schmid. Dies sei zu wenig um das Wasser zum Heizen zu benützen, aber genug für einen Thermalwasserstatus: „Mehr fließt in anderen Thermenregionen, wie etwa Loipersdorf, auch nicht.“

Der Professor gibt sich daher vorsichtig optimistisch: „Es ist prinzipiell möglich und auch wahrscheinlich, dass es Thermalwasser in Bad Leonfelden gibt.“ Der nächste Schritt ist eine seismische Messung, also ein Röntgenbild vom Untergrund, um herauszufinden, wie die Bruchlinie genau aussieht und wo die Probebohrung gemacht werden könnte. Die Kosten dafür liegen bei rund 60.000 Euro, die Probebohrung würde weitere 500.000 Euro kosten.

Probebohrung 2011

„Um dieses Geld aufzubringen, werden Investoren gesucht“, sagt Bürgermeister Alfred Hartl, der sehr zufrieden mit dem Untersuchungsergebnis von Schmid ist: „Das kann eine Erfolgsgeschichte werden.“ Mit der Probebohrung rechnet Hartl im nächsten Jahr. „Wenn diese keine Aussicht auf Erfolg hat, brechen wir das Ganze ab. Aber das Mühlviertel hat als einziges Viertel in Oberösterreich noch keine Therme und ein Warmwasserfund bei uns wäre daher das Tüpfelchen auf dem i.“

Auch Hoteldirektor Walter Breg, Falkensteiner Hotel & Spa Bad Leonfelden, ist optimistisch: „Eine Granittherme im Mühlviertel – marketingtechnisch wäre das natürlich der Hammer.“ Durch das Thermalwasser wäre auch die Nachhaltigkeit für den Tourismus in der Region gesichert, sagt Breg: „Und bedenkt man das, ist die Investition im Vergleich zum Nutzen gering.“ Von Seiten der anderen Hotelliers gebe es „positiven Willen“, sich ebenfalls finanziell zu beteiligen. (eiba)

1
Bohrung · von hko (44) · 03.09.2010 07:24 Uhr

Na wo wird wohl gebohrt?

Sicher beim "Andreas E..". Auch wenn sie den Bohrer schief ansetzen müssen!!!

(0)
Artikel 02. September 2010 - 00:04 Uhr
Bild vergrößern Thermalwasser in Bad Leonfelden „möglich und auch wahrscheinlich“

Gebohrt wird wahrscheinlich im Norden Bad Leonfeldens, in der Nähe des Falkensteiner Hotels.  Bild: Weihbold

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