ePaper  | iPad | 
Anmelden
 |  A A A

 
Freitag, 10. Februar 2012, 01:59 Uhr Linz  -7°C ·  Freistadt  -8°C ·  mehr Wetter »
Oberösterreich  > Mühlviertel

AK-Experten mahnen zur Vorsicht „Krise ist noch nicht überstanden“

PERG. Die Situation der Arbeitnehmer im Bezirk wird sich laut Einschätzung der Arbeiterkammer heuer kaum verbessern. Vereinzelt wird sogar mit weiteren Rückschlägen gerechnet.

Die Wirtschaftskrise sei erst mit einer halbjährlichen Verzögerung über den Bezirk Perg hereingebrochen, sagt der Leiter der AK-Perg, Johann Hauser. „Das war wie bei einer Tsunami-Warnung. Während es rundum bereits gekracht hat, lief es bei uns noch recht gut. Die Welle kam dann allerdings zum Jahresende mit einer markant steigenden Arbeitslosigkeit.“ Die Kurzarbeit beim Schwertberger Maschinenbauer Engel sei mit vereinten Kräften gut bewältigt worden. Sowohl der Handel als auch die für den Bezirk so wichtige Bauwirtschaft machten 2009 noch gute Geschäfte.

Ob das auch heuer so sein wird, daran hat Hauser so seine Zweifel: „Wir haben ja die Situation, dass öffentliche Aufträge aufgrund der Krise verschoben werden.“ Dies könnte sich negativ auf das Bau- und Baunebengewerbe sowie in weiterer Folge auf den Perger Arbeitsmarkt auswirken. Hauser stellt sich daher hinter die Forderung der AK-Oberösterreich nach einem Gemeinde-Konjunkturpaket, mit dessen Hilfe die Inlandsnachfrage gestützt werden soll.

30 Beratungen täglich

Die krisenbedingte Verunsicherung unter den Arbeitnehmern bekommen auch die Mitarbeiter der Arbeiterkammer zu spüren. Pro Tag werden im Durchschnitt 30 Rechtsberatungen durchgeführt. Die meisten davon betreffen den Verlust des Arbeitsplatzes. „Gerade wenn ältere Arbeitnehmer den Job verlieren, spielen sich dabei mitunter herzzerreißende Szenen ab“, sagt AK-Rechtsexperte Kurt Punzenberger. Dass nach wie vor Mitarbeiter nach 30 Dienstjahren gekündigt werden, sei ein massiver Rückschlag für alle Bemühungen, ältere Arbeitnehmer in ihren Jobs zu halten. „Das sind dann jene Momente, in denen ich einer Erhöhung des Pensionsantrittsalters rein gar nichts abgewinnen kann“, sagte Franz Molterer, stellvertretender Direktor der AK Oberösterreich anlässlich der Präsentation der Leistungsbilanz der AK Perg.

Als „Problembranchen“, in denen die AK Perg in der Folge von Unregelmäßigkeiten besonders oft einschreiten musste, haben sich im vergangenen Jahr das Gastgewerbe, der Handel, das Transportgewerbe sowie die Friseure herauskristallisiert.

Kommentare
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Artikel 10. März 2010 - 00:04 Uhr
Von Bernhard Leitner
Bild vergrößern AK-Experten mahnen zur Vorsicht „Krise ist noch nicht überstanden“

Der Bezirk Perg hat die Krise noch nicht überstanden, sagen Franz Molterer, Johann Hauser und Kurt Punzenberger.  Bild: lebe

Neuen Kommentar schreiben

Betreff / Kommentartitel
Kommentartext:

Sie dürfen noch Zeichen als Text schreiben

Bitte beachten Sie die Forumsregeln


  Für nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Um sich registrieren zu können müssen Sie uns mindestens einen Benutzernamen, ein Passwort und Ihre E-Mail-Adresse mitteilen.
Gewünschter Benutzername

Gewünschtes Passwort

Wiederholung Passwort

E-Mail

OÖNcard


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 8 + 2? : 


Meistgelesene Artikel   mehr »