Zwölf Objekte – vom Lesebuch bis zum Ahnenpass – wurden von den Schülern der vierten Klasse der Hauptschule Bad Leonfelden und der Hauptschule Gramastetten beschrieben, analysiert und interpretiert. Dies geschah im Rahmen des Projektes „Museumsobjekte erzählen Geschichten“, das vom Unterrichtsministerium gestartet wurde. Jeweils zwei Schulen und ein Museum aus jedem Bundesland wurden ausgewählt, daran teilzunehmen. Das Bad Leonfeldner Schulmuseum hat zahlreiche Exponate aus der NS-Zeit und wählte daher gemeinsam mit den beiden Schulen das Thema „Erziehung unterm Hakenkreuz“. Ein „sehr wichtiges Thema“, wie die Jury befand. „Über jedes Objekt haben die Kinder einen Bericht geschrieben. Mit Fotos wird nun eine Homepage gestaltet“, sagt Norbert Frühmann, der Leiter des Schulmuseums. Die Homepage muss zweisprachig sein. „Da hat sich natürlich Tschechisch angeboten. Wir werden dafür auch die Partnerschule in Krumau einbinden“, erklärt Frühmann. Zusätzlich werden Zeitzeugen an den Schulen sprechen. „Das Ganze mündet in eine Ausstellung, die in Bad Leonfelden und Gramastetten zu sehen ist und anschließend zu einer Wanderausstellung wird“, sagt Frühmann. Er ist begeistert, von dem Engagement und dem Interesse, das die Kinder zeigen: „Die Kinder waren wirklich betroffen. Mit solchen Projekten wird Aufklärungsarbeit geleistet, zu der auch viele Zugang bekommen.“ Die Krönung für das Projekt wäre, würde es von den neun Projekten in Österreich als bestes prämiert. Zeigen wird sich dies am 22. Juni bei einer Festveranstaltung in Wien.
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