Während die Mühlviertler nach Linz in die Arbeit pendeln, fahren die Linzer am Wochenende ins Mühlviertel, um sich zu erholen. Diese wechselseitige Pendelbewegung ist es, die dem Projekt „Wegzeit“ zugrunde liegt. Erlebnisfahrten auf vier Routen sollen die Region kulturell und historisch erlebbar machen. In Bussen werden die Besucher von Reisebegleitern in vergangene und gegenwärtige Kulturen eingeführt. Die Route 1 bewegt sich „Auf den Spuren der Menschen in und um das Lager Mauthausen“. Man folgt einerseits den Wegen der Flüchtlinge bei der Mühlviertler Hasenjagd, andererseits den Wegen der Häftlinge durch den Ort zum Konzentrationslager. Route 2 hat „Pendeln mit allen Sinnen“ zum Thema und führt entlang der Mühlkreisbahn in den Bezirk Rohrbach. Bei den Zwischenstopps gibt es Sinn(en)reiches zu sehen, abends wird eine kulturelle Veranstaltung geboten. Route 3 ist jene, die Projektentwicklerin Claudia Weinzierl selbst begleitet. Darin geht es ums „Pendeln am Strom der Zeit“ entlang der Romantikstraße in Grein. Die Reise führt nach Saxen ins Strindberg-Museum, durch die Klam-Schlucht bis nach Grein. „Ich will zeigen, wo Kunst und Literatur in der Region entstanden sind“, beschreibt Weinzierl den Inhalt der Reise.
Route 4 ist „Pendeln zwischen Tradition und Innovation“ und wird geleitet von Walter Kohl. Sein Ziel ist es, „Geschichten wie Schichten aufeinanderzulegen und sie so zu verknüpfen“. Er erzählt auf der Fahrt nach Freistadt bei den Zwischenstopps Historisches, Kurioses und Mystisches über die einzelnen Orte. (eiba)
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