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Trotz Baustopps liegt die Rohrbacher Kinder-Reha im Zeitplan

ROHRBACH-BERG. Gleichenfeier für die Kinder- und Jugendreha in Rohrbach-Berg. Das MRT wird um den Jahreswechsel in Betrieb gehen.

Spatenstich für den MRT-Zubau: Leopold Preining, kaufmännischer Direktor des LKH Rohrbach, Andreas Lindorfer, Bürgermeister von Rohrbach-Berg, Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander die gespag-Vorstände Karl Lehner und Harald Schöffl, Pflegedirektorin Christa Freunthaler und Martin Oertl, stellvertretender ärztlicher Direktor des LKH Rohrbach (v.l.). Bild: FL

Seit Oktober wird vor den Toren der Stadt kräftig an der Kinder- und Jugend-Reha gebaut. Es entsteht ein 144-Betten-Haus für Kinder, Jugendliche und Begleitpersonen. Gleich zu Beginn traten dabei unerwartete Herausforderungen zutage. Die Bodenverhältnisse stellten sich als äußerst schwierig dar. Pfähle mussten im Erdreich versenkt werden. Auch der starke Wintereinbruch verzögerte die Bauarbeiten, die Baustelle musste zum Jahreswechsel aufgrund des Wetters eingestellt werden.

"Ich freue mich, dass wir trotz der Herausforderungen voll im Zeitplan sind. Die Nähe der Kinder- und Jugend-Reha zum Spitalsstandort des LKH Rohrbach ermöglicht beträchtliche Synergien zwischen den beiden Institutionen. Diese Konzeption ist österreichweit vorbildlich. Kinder sind keine Erwachsenen, sondern brauchen eine Behandlung und Betreuung, die optimal auf ihre Bedürfnisse eingeht", sagte Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander anlässlich der Gleichenfeier: "Neben der kindergerechten Versorgung stellt die Investition auch einen wichtigen Wirtschaftsimpuls für die Region dar: So entstehen rund hundert neue Arbeitsplätze, und auch die umliegenden lokalen Lieferanten werden natürlich direkt profitieren." "Die erwähnten Herausforderungen führten natürlich zu Zeitverzögerungen, die wir aber durch verstärkte Anstrengungen in den vergangenen Monaten wieder so gut wie wettmachen konnten", sagte Claus Brunner, Geschäftsführer der Kinder-Reha Rohrbach-Berg GmbH.

Ausbau startet im Juni

Der Beginn der Ausbauarbeiten erfolgt im Juni planmäßig. Parallel dazu laufen die intensiven Planungs- und Konzeptionsarbeiten für die Einrichtung und Ausstattung und die Medizintechnik. Brunner: "Die Bauarbeiten werden wir, wenn es so weitergeht, wie geplant im Februar 2019 abschließen, der Patientenbetrieb sollte dann in den Sommermonaten 2019 starten können."

Spatenstich: Krankenhaus bekommt Zubau für MRT

Damit das neue MRT-Gerät im LKH Rohrbach mit Ende 2018, spätestens Anfang 2019 auch tatsächlich in Betrieb genommen werden kann, erfolgte nun der Startschuss für die notwendigen Baumaßnahmen. Diesen nahm die Gesundheitslandesrätin gleich anlässlich der Gleichenfeier für das Kinder-Rehazentrum vor: "Durch die Anschaffung eines MRT in Rohrbach schaffen wir eine wertvolle Ergänzung zum Leistungs- und Diagnostikangebot des Rohrbacher Spitals. Nach langen Verhandlungen ist es uns auf Bundesebene gelungen, ein weiteres MRT-Gerät für das Mühlviertel zu sichern."

"Insgesamt investieren wir 1,3 Millionen Euro in den Zubau – eine zweifellos große, aber wichtige Investition in der Versorgungsregion Mühlviertel und das Rohrbacher Spital", sagen die gespag-Vorstände Karl Lehner – er genießt ja im Bezirk Rohrbach Heimvorteil und Harald Schöffl. Das neue 1,5-Tesla-MRT-Gerät in Rohrbach gilt als das "Allroundmodell" unter derartigen Diagnostik-Maschinen.

Die diagnostische Bandbreite reicht von Schädeluntersuchungen bei einem möglichen Schlaganfall bis zu Untersuchungen der Gefäße, der inneren Organe und des Bewegungsapparates. "Da der Umbaugrad im Haus aufgrund der besonderen Eigenschaften eines MRT – von der Platzfindung, über die Statik bis hin zur Beeinflussung medizinischer Geräte – so hoch gewesen wäre, haben wir uns für einen Zubau entschieden. Angebaut werden mehr als 100 m2", gibt Klaus Ornezeder, technischer Betriebsleiter am LKH Rohrbach erste Einblicke in die bevorstehenden Bauarbeiten. Die neuen Räumlichkeiten, direkt an das Krankenhaus angebaut, beherbergen künftig neben dem MRT-Untersuchungsraum und den entsprechenden Bedienplatz, einen Vorbereitungsraum für beispielsweise Aufklärungsgespräche, Umkleidekabinen für mobile sowie für liegende Patienten, einen Technikraum sowie eine zusätzliche Kühlung und eine Lüftungsanlage. "Dazu muss man wissen, dass der MRT rund zehn Prozent der gesamten Kühlleistung des Spitals in Anspruch nimmt", erklärt Ornezeder.

 

Für eine Gesamtinvestitionssumme von 23 Millionen Euro entsteht am Standort Rohrbach-Berg auf einer Nutzfläche von 5500 Quadratmetern die Kinder-Reha. Die medizinische Rehabilitation umfasst die Leistungsbereiche Orthopädie, Kinderchirurgie, Neurologie, Neurochirurgie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungenerkrankungen, Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Entwicklungs- und Sozialpädiatrie. Dazu kommen noch die 2,2 Millionen Euro Investitionssumme vom MRT.

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Artikel 13. Juni 2018 - 16:55 Uhr
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