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"Treffpunkt Mensch & Arbeit" seit 40 Jahren Brückenbauer zur Kirche

ROHRBACH. Vor 40 Jahren gründete Dominik Höglinger die Betriebsseelsorge Oberes Mühlviertel.

"Treffpunkt Mensch & Arbeit" seit 40 Jahren Brückenbauer zur Kirche

Ein Bild aus vergangenen Tagen. Das Engagement der Betriebsseelsorge hat sich in 40 Jahren gehalten – nur der Name wurde geändert. Bild: Betriebsseelsorge

Der mittlerweile verstorbene Priester Dominik Höglinger gründete vor 40 Jahren die Betriebsseelsorge Oberes Mühlviertel. Mittlerweile kennt man die Initiative als "Treffpunkt Mensch & Arbeit". Derartige Treffpunkte gibt es in der ganzen Diözese. "Wir sind seit 40 Jahren bemüht, die Kluft zwischen Kirche und Arbeiterschaft zu verringern", sagt dazu Robert Bräuer, der den Treffpunkt in Rohrbach leitet. Heißt, man will Anlaufstelle sein für Menschen mit ihren Sorgen und Nöten. Gemeinsam mit Anna Bräuer und Margit Scherrer versucht er die Anliegen der Menschen im Oberen Mühlviertel ernst zu nehmen und die Lage der Werktätigen quasi als "Arbeiterflügel" der katholischen Kirche zu verbessern. Das Team beschränkt sich allerdings nicht darauf, auf jemanden zu warten: "Wir sind eine nachgehende Seelsorge und wollen auf die Menschen zugehen", sagt Bräuer. Deshalb gibt es über das Jahr verteilt mehr als 30 Veranstaltungen und Aktionen des "Treffpunktes Mensch & Arbeit".

"Wir nehmen Stellung zu Themen, die die Arbeiter berühren, und verstehen uns auch als Sprachrohr – auch als kritische Stimme innerhalb der Kirche", ergänzt Anna Bräuer. Momentan erfährt die Bewegung auf die Menschen zuzugehen einen enormen Aufschwung durch die päpstliche Enzyklika Laudato si. "Darin wird die Kirche ermutigt, wieder auf die Menschen zuzugehen", sagt Robert Bräuer.

Betriebliche Veranstaltungen

Meist kommen die Menschen über Veranstaltungen in Kontakt mit dem "Treffpunkt Mensch & Arbeit". Darunter fallen auch die Vorstellungen der eigenen Theatergruppe "Weltweiber" oder die Auftritte der Chor-I-Feen. Aber auch der Jugendtheatertreff Courage ist ein Kind der ehemaligen Betriebsseelsorge. Der Austausch unter den vielen ehrenamtlichen Mitgliedern findet in Arbeits- und Gesprächskreisen statt. Aus der Betriebsseelsorge entwickelte sich auch die Arbeitsloseninitiative ALOM. Veranstaltungen und Bildungsangebote gibt es zu den Themen Gerechte Arbeitswelt, Arbeitslosigkeit, Kulturelle Integration und Vielfalt, Gesellschaftspolitik, Konfliktlösung und Persönlichkeitsbildung.

Große Feier zum 40er

Die beste Gelegenheit, mit dem "Treffpunkt Mensch & Arbeit" in Kontakt zu kommen, bietet sich am Freitag, dem 13. November, ab 18.30 Uhr im TuK Vonwiller. Dabei werden die Theatergruppen ebenso mitwirken wie die Chor-i-feen. Außerdem gibt es Musik aus "guten alten Zeiten" von "Krenn Andie & Friends".

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Artikel 09. November 2015 - 00:04 Uhr
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