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Pendlerallianz feiert 3000 Unterstützer

MÜHLVIERTEL. Am Freitag wird ein erneuter Versuch unternommen, die Allianz breiter aufzustellen. Bisher ist die Pendlerallianz eine reine VP-Plattform.

Pendlerallianz feiert 3000 Unterstützer, bleibt aber vorerst reine VP-Plattform

Der Stau ist des Pendlers täglicher Begleiter. Die Pendlerallianz will sich überparteilich aufstellen, um eine Linderung des Problems zu erreichen. Bild: Weihbold

Etwa 3000 Unterstützungserklärungen haben sich auf der von der Mühlviertler Pendlerallianz ins Leben gerufenen Online-Plattform www.gegen-den-stau.at nach etwas mehr als einer Woche Laufzeit eingefunden. "Wir haben außerdem 1140 Follower auf Facebook und schon mehr als 50 Eingaben von Ideen und Anregungen über das Portal", sagt der Plattform-Sprecher und VP-Nationalratsabgeordnete aus Altenberg, Michael Hammer.

Zudem arbeite man weiter an dem Ziel, die Initiative überparteilich aufzustellen und zu verbreitern. Denn derzeit sind die Proponenten der Initiative allesamt aus dem Lager der Volkspartei. Hammer hat daher für diesen Freitag Vertreter aller Landtagsparteien, der AK und der Wirtschaftskammer des Mühlviertels zu einem Vernetzungstreffen eingeladen.

Er werde Hammers Einladung nachkommen, sagt der SP-Bundesrat und Freistädter Bezirksparteiobmann Michael Lindner auf OÖN-Anfrage: "Dazu braucht es aber eine völlige Neugründung mit neuem Sprecherteam und einem überarbeiteten Forderungskatalog." Derzeit würde in erster Linie die Stadt Linz als Schuldiger der Stau-Misere gebrandmarkt. Lindner: "Für den Gesamtverkehrspaln ist aber schon die Landesregierung zuständig."

Ähnlich sieht das Rohrbachs Grüne-Landtagsabgeordnete Ulrike Schwarz: "Ich bin für alles offen, was die Situation der Pendler verbessert", sagt sie. Sie wolle aber nicht darauf schauen, was alles versäumt wurde: "Wir müssen uns mit der Zukunft beschäftigen", sagt sie. Am Vernetzungstreffen will sie auf jeden Fall teilnehmen. "Wir wollen natürlich auch darauf achten, dass der öffentliche Verkehr nicht zu kurz kommt". Auch sie ist dafür, die Plattform auf neue überparteiliche Beine zu stellen: "Wir müssen als Mühlviertel zusammenhalten. Als reines Anhängsel der VP stehen wir aber nicht zur Verfügung."

Eine klare Absage an die Allianz kommt vom Tragweiner Landtagsabgeordneten und Verkehrssprecher der Freiheitlichen, Peter Handlos. Er hält die Allianz für einen reinen Zusammenschluss von "VP-Funktionären und Gleißnerhaus-Bediensteten". Alle Punkte im Forderungskatalog seien entweder schon umgesetzt oder in Bearbeitung. "Die Lösung kann nur sein, dass die Verantwortlichen von Land und Stadt Linz die Probleme Schritt für Schritt anpacken. Günther Steinkellner und Markus Hein machen das ja bereits. Aber man kann nicht innerhalb eines Jahres das aufholen, was über 15 Jahre verpennt wurde." Bei der Absage des Verbunds zur von Steinkellner und der Pendlerallianz geforderten Öffnung des Kraftswerksübergangs Abwinden/Asten sieht Handlos den Ball bei VP-Vizekanzler Mitterlehner: "Er wäre jetzt gefordert, um als Eigentümervertreter Druck auszuüben." (lebe/fell)

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Artikel 28. November 2016 - 05:19 Uhr
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