Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Donnerstag, 19. Oktober 2017, 23:57 Uhr

Linz: 9°C Ort wählen »
 
Donnerstag, 19. Oktober 2017, 23:57 Uhr mehr Wetter »
Oberösterreich  > Mühlviertel

Parkgebühren: Mühlviertler sind sauer auf Linz

MÜHLVIERTEL/LINZ. Pendlervertreter überlegen konkrete Maßnahmen – Auf Blockade-Aktionen wird aber vorerst verzichtet.

Parkgebühren: Mühlviertler sind sauer auf Linz

Streitfall Parkgebühren auf dem Urfahrmarktgelände: Josef Rathgeb (l.) und Michael Hammer (3. v. l.) suchen den Schulterschluss über Parteigrenzen. Bild: VOLKER WEIHBOLD

Voraussichtlich mit August wird es so weit sein. Wer auf dem Jahrmarktgelände in Linz mit seinem Auto parken will, muss dafür von Montag bis Freitag bezahlen. Drei Euro pro Tag, zwei Euro für fünf Stunden, 365 Euro für ein Jahr.

Der entsprechende Beschluss des Linzer Gemeinderates hat am Donnerstag, wie berichtet, den Weg zu dieser Maßnahme frei gemacht.

Die Mühlviertler Pendlervertreter mussten zwar aufgrund der Diskussion in den vergangenen Monaten damit rechnen, die Verärgerung darüber hat dies nach der politischen Entscheidung in Linz aber nicht gelindert.

Man habe den Beschluss demokratisch zur Kenntnis zu nehmen, man müsse aber keineswegs tatenlos zusehen, ließen Michael Hammer, Nationalratsabgeordneter der ÖVP und Sprecher der Mühlviertler Pendlerallianz sowie Oberneukirchens Bürgermeister Josef Rathgeb (VP), der auch im Landtag sitzt, am Freitag wissen.

Konkrete Maßnahmen würden erst abgestimmt, wobei auch unter den Bürgermeistern der Mühlviertler Bezirke der Schulterschluss gesucht wird. Öffentlichkeitswirksame Blockade-Aktionen wird es jedenfalls nicht geben. "Da würden erst recht die Pendler aus dem Mühlviertel im Stau stehen", sagte Hammer.

Man wolle aber, wie am Wochenende berichtet, auf alle Fälle Druck aufbauen, um für die Zukunft zu einem Dialog zu kommen. Es sei nämlich nicht hinzunehmen, dass jedes Gesprächsangebot von den Verantwortlichen der Stadt Linz sowie des Landes Oberösterreich einfach ignoriert wurde.

Wie soll es aber nun weitergehen, wenn die Gesprächsfronten so verhärtet sind? Bei den Pendlervertretern setzt man darauf, den Betroffenen dieser "Husch-Pfusch-Aktion, die nur der Geldbeschaffung" dienen würde, ein Gesicht zu geben. Vor allem seien es Frauen, die im Handel arbeiten würden und auf das Auto angewiesen wären, die durch die Einführung der Parkgebühren nun über Gebühr belastet würden. "Wir werden die Betroffenen vor den Vorhang holen", kündigte Hammer an.

Gleichzeitig werde man weiterhin darauf drängen, dass es zu Alternativangeboten kommen müsse. Nur mit Park-and-ride-Anlagen an den Stadtgrenzen und einem entsprechenden guten Angebot im öffentlichen Verkehr könne das tägliche Staudilemma wirksam bekämpft werden. (rgr)

Kommentare anzeigen »
Artikel 22. Mai 2017 - 04:17 Uhr
Weitere Themen

Perger Geschäftsleute sind verärgert: Landesgesetz gefährdet Stadtmarketing

PERG. Wirtschaftsverein und Tourismusverband fürchten um Nahversorgung und Lebensqualität in der Bezirksstadt

OÖN-Börsespiel: Wo die Lufthansa abhebt und gute Nerven gefragt sind

PERG. Die 5AK der Handelsakademie Perg lernt spielerisch das Auf und Ab an den Börsen kennen

Jubiläumskonzert mit vielen jungen Musiktalenten

ENGERWITZDORF. Anlässlich des 40-Jahr-Jubiläums des Landesmusikschulwerkes OÖ konzertieren begabte ...

Baugewerbe auf Lehrlingssuche

ST. OSWALD BEI FREISTADT. Aufgrund des fortschreitenden Lehrlingsmangels im Bezirk Freistadt – immer noch ...

Ali Mahlodji inspirierte 1000 junge Learn4life-Teilnehmer in Rohrbach

ROHRBACH-BERG. Schüler, Lehrer, Mitarbeiter und Geschäftspartner waren eingeladen.
Meistgelesene Artikel   mehr »
Bitte Javascript aktivieren!