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"Ohne Arbeit – das war für mich bis dahin undenkbar"

MAUTHAUSEN. Daniela Mallinger nutzte ihre Arbeitslosigkeit für einen Neustart.

"Ohne Arbeit – das war für mich bis dahin undenkbar"

Daniela Mallinger startete durch. (privat) Bild:

Es war eine völlig neue Erfahrung, die Daniela Mallinger vor einem Jahr ereilte: Als der Betrieb, in dem sie 18 Jahre lang gearbeitet hatte, geschlossen wurde, stand die Mauthausnerin ohne Job da. "Ohne Arbeit zu sein – das war für mich bis dahin undenkbar", erinnert sie sich an die Zeit, in der sie beim AMS vorstellig wurde und nach einem neuen Arbeitsplatz suchte. Zuvor war sie als Allrounderin im Büro sowie als rechte Hand der Geschäftsleitung im Dienstleistungsbereich tätig. Um möglichst schnell wieder im Berufsleben Fuß fassen zu können, ergriff sie die Chance, die Arbeitslosigkeit mit einer Fortbildung zu verknüpfen.

"Um meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen, wurde mir vom AMS die Teilnahme an einem e-Learning-Projekt im bit Schulungscenter ermöglicht", sagt Mallinger. Für die Mauthausnerin kam dieses Angebot gerade recht: einerseits, weil eine aktuelle EDV-Ausbildung ohnehin auf ihrer Wunschliste ganz oben stand, andererseits, weil sich mit e-Learning die Möglichkeit eröffnete, einen Großteil der Lerninhalte daheim zu bearbeiten. Dadurch blieb Zeit, sich nebenbei weiter auf die Arbeitsuche zu konzentrieren. "Anfangs war ich noch vier Tage pro Woche in Linz, das hat sich dann aber schnell reduziert."

Zwölf Prüfungen gemeistert

Für zwölf Prüfungen hat sie sich von Oktober bis Dezember vergangenen Jahres auf diese Weise vorbereitet: Computerführerschein, Unternehmerführerschein und Bildbearbeitung – jeweils in mehreren Modulen. Ein Schlüssel für das erfolgreiche Abschneiden bei den Prüfungen war, trotz freier Zeiteinteilung eine exakte Tagesplanung zu machen – und sich daran auch zu halten. "Ich habe in der Arbeitslosigkeit schnell gemerkt, wie wichtig es ist, eine Struktur im Tag zu haben", blickt die Mühlviertlerin zurück. Geholfen habe zudem die Betreuung durch ihre Trainerinnen und Trainer während der Ausbildung: "Die haben sich durch ihre Fach- und Sozialkompetenz ausgezeichnet. Sie haben Methoden entwickelt, damit das Lernen nie langweilig wurde. Das rechne ich ihnen hoch an."

Die Zeit, die Daniela Mallinger in ihre Fortbildung investiert hat, hat sich letzten Endes absolut bezahlt gemacht. Sie hat nicht nur sämtliche Prüfungen für ihre angestrebten Zertifikate gemeistert, sondern danach auch rasch wieder einen Job gefunden. Sie arbeitet jetzt in einem Betrieb in Enns, ist dort für die gesamte Büro-Organisation sowie für die Faktura verantwortlich. Bildung ist Zukunft – davon ist Daniela Mallinger überzeugt. Und noch eines hat sie aus dieser anfangs schwierigen Zeit mitnehmen können: Wer neugierig bleibt und Veränderungen als Chance begreift, fährt am Ende besser.

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Artikel Bernhard Leitner 14. Juni 2018 - 02:15 Uhr
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