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„Lifestyle und gesunde Ernährung, das ist keine Frauenpolitik“

PERG. Eine Breit aufgestellte Plattform macht Stimmung für das Frauenvolksbegehren

Frauenvolksbegehren Plattform Perg

Heidi Wabro und Gabi Schauer (Frauenberatungsstelle Perg), Martina Eigner (Grüne), Sabine Schatz (SP) und Gabi Auinger (ÖGB) Bild: lebe

BEZIRK PERG. Gewerkschaft, Katholische Frauenbewegung (fkb), Grüne und SP-Frauen haben sich im Bezirk Perg zusammen gefunden, um die Anliegen des Frauenvolksbegehrens zu unterstützen. Lebenswelten von Frauen seien sehr unterschiedlich, aber die Hürden, vor denen Frauen im Alltag stehen, seien dennoch dieselben sagt ÖGB-Frauenchefin Gabi Auinger: „Das reicht von Ungleichheiten in der Bezahlung über Kinderbetreuungseinrichtungen bis zur Konfrontation mit Gewalt.“

Seit der Abhaltung des ersten Frauenvolksbegehrens im Jahr 1997 – mit damals 644.000 Unterschriften - sei nur ein Bruchteil der damaligen Forderungen Realität geworden. Deshalb sei es an der Zeit, gemeinsam die Stimme für Frauenanliegen zu erheben, sagte am Mittwoch die Nationalratsabgeordnete Sabine Schatz (SP): „Lifestyle und gesunde Ernährung, das ist keine Frauenpolitik. Frauenpolitisch erleben wir derzeit eher Rückschritte, wenn ich etwa an die Einführung von Gebühren für die Nachmittagsbetreuung in Kindergärten denke.“ Dabei sein Österreich ohnehin im internationalen Ranking bei der Frauengleichstellung von Platz 34 auf 52 abgerutscht, ergänzt Grünen-Bezirkssprecherin Martina Eigner.

Die kfb-Bezirksobfrau Irmgard Schatz begründet ihre Teilnahme an der Plattform damit, dass Frauen in der Kirche vom Ungleichgewicht zwischen Frauen und Männern besonders betroffen seien. „Betroffen macht mich die Tatsache, dass noch immer Frauen deswegen armutsgefährdet sind, weil sie einen Großteil der unbezahlten Familien- und Pflegearbeit übernehmen.“

Seit Montag können zunächst Unterstützungserklärungen in den Gemeindeämtern abgegeben werden. Bis 12. März müssen bundesweit zumindest 8401 Unterschriften einlangen, damit ein Volksbegehren zustande kommt. Gefordert werden unter anderem eine volle Einkommenstransparenz in Betrieben, ein Rechtsanspruch auf Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende, aber auch kontroverse Punkte wie die Einführung einer 30-Stunden-Woche oder Schwangerschaftsabbruch auf Krankenschein in allen öffentlichen Krankenanstalten. Das eigentliche Volksbegehren wird voraussichtlich um die Jahresmitte abgehalten. Wer jetzt bereits unterschreibt, dessen Stimme wird dann auch für das Volksbegehren mitgezählt.

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Artikel Von Bernhard Leitner 14. Februar 2018 - 11:56 Uhr
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