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Haslach stimmte mit Vorbehalten für Hallenbad – jetzt geht es ums Geld

ROHRBACH. Diese Woche versuchen die Rohrbacher beim Land noch zusätzliche Geldquellen zu finden.

Haslach stimmte mit Vorbehalten für das Hallenbad – jetzt geht es ums Geld

Die Entscheidung über ein Hallenbad für den Bezirk Rohrbach steht momentan auf dem Scheideweg. Diese Woche wird verhandelt. Bild: (OÖN)

Mit einem eher ungewöhnlichen Hallenbad-Beschluss lässt die Gemeinde Haslach aufhorchen. Man hat zwar den Grundsatzbeschluss für ein Hallenbad gefasst, will allerdings eine Deckelung der Beiträge mit 20.000 Euro. Verwunderung, ob dieses Beschlusses, herrscht, ob der Tatsache, dass sich gerade Haslachs Bürgermeister Dominik Reisinger (SP) in den vergangenen Jahren als einer der größten Hallenbad-Befürworter positioniert hat. Als Grund für diesen Beschluss wird angeführt, dass die Marktgemeinde Haslach ohnehin 40 Jahre lang für das 2012 geschlossene Regionalbad in Haslach die Kosten getragen habe – ohne solidarische Kostenbeteiligung seitens der Bezirksgemeinden. Diese Eigenleistung seitens Haslach stehe mit rund zwei Millionen Euro zu Buche und müsse im Finanzierungsmodell für das neue Bad entsprechend Anerkennung finden.

Forderung an das Land

Auch das Land Oberösterreich wird einmal mehr aufgefordert, mehr Mittel bereitzustellen. Die Errichtungskosten sollen demnach "vom Land soweit übernommen werden, dass das Finanzierungsrisiko minimiert wird, die Gemeindebeiträge zumutbar festgelegt und die Eintrittspreise für die Badbesucher verträglich angeboten werden können".

Genau in dieser Mission werden Landtagsabgeordneter Georg Ecker und Bürgermeister und Hallenbad-Arbeitskreisleiter Andreas Lindorfer (beide VP) diese Woche noch bei Landeshauptmann Thomas Stelzer und Landesrat Max Hiegelsberger vorstellig. "Wir hoffen natürlich auf positive Gespräche und werden versuchen, für den Bezirk eine gute Lösung zu erreichen", sagt Ecker. Dann sei er auch zuversichtlich, dass die bisher negativen Beschlüsse einiger Gemeinden in positive umgewandelt werden können. Ansonsten habe man ein echtes Problem, zumal man nicht wisse, wie man mit den Gemeinden umgehen soll, die negative Beschlüsse gefasst haben. "Es ist einfach so, dass wir keine gerechte Lösung zusammenbringen werden, wenn einige Gemeinden nicht mitzahlen wollen", sagt Ecker. Außerdem fürchte er immer noch einen Domino-Effekt.

Haslach hätte übrigens laut vorgestelltem Modell zur interkommunalen Projektfinanzierung 24.439,62 Euro jährlich zu zahlen und wäre nach Rohrbach-Berg (125.050 Euro) und Aigen-Schlägl (30.523 Euro) der drittgrößte Zahler gewesen. Übrigens schlagen die Haslacher vor, dass die 4439,62 Euro von der Marktgemeinde Ulrichsberg übernommen werden sollen, weil auch deren Gemeindebürger das neue Bad nützen werden. Ulrichsberg wäre ja aus der momentanen Finanzierung ausgenommen, weil es dort schon ein kleines Hallenbad gibt. 

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Artikel (fell) 13. Februar 2018 - 03:26 Uhr
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