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Handyempfang in Freistadt wird 2016 besser

BEZIRK FREISTADT. An der Grenze zwischen Mühl- und Waldviertel ist das Telefonieren mit dem Handy eine Empfangs-Lotterie.

Handyempfang in Freistadt wird 2016 besser

Die Sendemasten werden gerade auf LTE-Standard aufgerüstet. Bild: Wodicka

Nicht für jedermann ist das Telefonieren mit dem Handy eine einfache Sache. Grund dafür ist allerdings nicht immer mangelndes Wissen über das Gerät, in manchen Teilen des Bezirks Freistadt liegt es vielmehr daran, dass man keinen Empfang hat. "Wenn ich mit meinem Mobiltelefon eigentlich zu Hause telefonieren möchte, dann muss ich mich mindestens 20 Meter vom Haus entfernen, erst dann habe ich einen ausreichenden Empfang", berichtet Fritz Tüchler aus Kienau in der Gemeinde Liebenau. Er ist nicht der einzige in der Gegend, der – unabhängig vom Mobilfunkbetreiber – dieses Problem hat. Mit ganz anderen Handy-Problemen ist man im Norden des Bezirks konfrontiert: Nördlich von Rainbach oder beispielsweise im Gemeindegebiet von Windhaag muss man sehr genau darauf achten, nicht unfreiwillig automatisch im tschechischen Netz eingeloggt zu sein.

Im tschechischen Netz

Das bedeutet in diesen Gegenden, den eigenen Betreiber immer wieder mit der manuellen Netzsuche eingeben zu müssen – ein mühsames Unterfangen. "Eine hundertprozentige flächendeckende Abdeckung wird es aufgrund der topografischen Verhältnisse nie geben können", erklärt Jochen Schützenbaumer, Pressesprecher von A1. Liegt beispielsweise ein tschechischer Sender auf einem Hügel, so überstrahlt er einfach tiefer gelegene Mühlviertler Sender.

"Das Grenzgebiet zwischen Waldviertel und Mühlviertel ist für Sender generell problematisch", ergänzt auch Barbara Holzbauer, die Sprecherin von T-Mobile, wo auch telering dazugehört. Auch bauliche Maßnahmen oder bestimmte Reflexionen könnten den Handy-Empfang in schwächeren Sendegebieten derzeit empfindlich beeinträchtigen. Man sei natürlich ständig am Vermessen und Verbessern, aber bisher habe man, soweit es möglich war, das Beste herausgeholt. Beide großen Betreiber stellen jedoch Verbesserungen in Aussicht: Im Vorjahr wurden nicht mehr benötigte Rundfunkfrequenzen versteigert, und die Mobilfunkanbieter konnten sich als vierte Frequenz den 800-MHz-Bereich sichern, den sogenannten LTE-Bereich.

LTE auch für das Telefon

Vorerst nur für die Datenübertragung genutzt, wird er nun schrittweise für die Mobiltelefonie ausgebaut, noch 2016 soll das Netz fertig sein und bessere sowie weitere Empfangbarkeit bieten. "Wer ein Smartphone besitzt, von dem heute alle schon LTE-tauglich sind, der wird sich irgendwann wundern, dass er auf einmal einen besseren Empfang hat", betonen die großen Netzanbieter gleichermaßen. Österreichweit werden derzeit daher alle Mobilfunksendemasten für die 800-MHz-Frequenz aufgerüstet. Wenn man wissen möchte, wo sich in der eigenen Umgebung Mobilfunk- und auch Rundfunksendemasten befinden, kann sich im Internet unter www.senderkataster.at informieren. Der Senderkataster wurde auf Initiative des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie im Jahr 2003 eingerichtet und wird in Kooperation mit dem BMVIT, der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) und dem Forum Mobilkommunikation (FMK) betrieben, um den Bürgern einen Überblick zur funkbasierten, allgemeinen Kommunikationsinfrastruktur und fachliche Informationen darüber zu bieten. Zu diesem Zweck werden die erfassten Ergebnisse von Messungen in der Karte angegeben. (polzer)

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Artikel 18. Januar 2016 - 02:28 Uhr
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