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"Den besten Lauf liefern wir ganz zum Schluss"

St. Martins Feuerwehrjugend nimmt an der WM in Villach teil - im Training gibt's den letzten Feinschliff

FF St. Martin

Die St. Martiner Jugend-Equipe ist bereit für die WM in Villach.  Bild: FF

Sankt Martin. Nicht nur die Erwachsenen-Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr St. Martin nimmt an der WM in Villach teil, sondern auch die Feuerwehrjugend läuft beim internationalen Bewerb. Josef Kepplinger, Josef Kleebauer und Herbert Lanzerstorfer bringen die Burschen in Form. Die heurige Bewerbssaison verlief allerdings durchwachsen: „Wir haben immer wieder Fehler gemacht. Den perfekten Lauf haben wir uns bis ganz zum Schluss aufgehoben“, sagt Kepplinger. Die Burschen haben zumindest eine mords Gaudi beim Trainieren. Zuerst wird das Bewerbsgerät aufgebaut, dann aufgewärmt und kurz vor dem ersten Start gehen sie mental den Lauf durch – das erinnert ein bisschen an Marcel Hirscher vor einem zweiten Slalom-Durchgang in Schladming. Ähnlich ist auch der Erfolgsdruck, der den Buben aber nichts anzuhaben scheint: „Wir haben schon unsere Gaudi bei der Übung. Wenn es aber dann losgeht, sind wir mit Ernst dabei und voll konzentriert“, sagt Thomas Kepplinger. Auch der 14-jährige Hauptschüler, der den Neuner läuft, hat heuer schon gepatzt: „Ich bin einmal auf die Latte gestiegen – das gab Fehlerpunkte.“ Auch Julian Huber will in Villach sein Bestes geben. Der HTL-Schüler wird in den nächsten Tagen 15. Das Moped steht schon daheim. „Bis zum Bewerb sollst aber nicht mehr fahren“, mahnt der Trainer, denn Verletzungspech gab es heuer schon genug. Ein aufgeschnittener Unterschenkel, der vom motivierten Training herrührte und einige Zerrungen, seien genug. „Unser Ziel, den Bezirkssieg, haben wir schon erreicht“, sagt Huber: „In Villach schauen wir, was rauskommt“, bleibt der Zweier locker. Am 9. Juli geht es los. Der große Tag kommt dann am Donnerstag darauf; einen Tag, bevor die St. Martiner Aktivgruppe an das Gerät muss.

Gut im Training

Das Training verläuft dann tatsächlich still und konzentriert. Dabei muss die Gruppe an Wochentagen zwei Mitglieder vorgeben: „Zwei sind extern in einer Schule. Da können wir nur am Wochenende in der Originalbesetzung trainieren“, sagt Josef Kepplinger. Bei den zwei Burschen handelt es sich zudem noch um die wichtigen „Pumperer“. Kepplinger, der selbst nur zwei Jugendbewerbe gelaufen ist, glaubt an die Truppe: „Die sind eine zusammengeschweißte Gruppe mit viel Eigeninitiative“, sagt er. Auch abseits der Feuerwehr verbindet die Burschen eine enge Freundschaft. Zusammengeschweißt hat natürlich auch der dritte Platz beim Bundesbewerb. Natürlich hofft die gesamte Feuerwehr auf einen Erfolg in Villach – dabeisein alleine ist aber schon eine große Auszeichnung.

Gute Jugendarbeit

Die Jugendarbeit hat in der Feuerwehr St. Martin einen hohen Stellenwert. 50 Burschen gibt es bei der Jungfeuerwehr. Zehn Jugendbetreuer rund um den Hauptverantwortlichen Leopold Pühringer arbeiten mit den Burschen – Mädchen gibt es in der St. Martiner Jugend nämlich noch keine. (fell)

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Artikel 29. Juni 2017 - 15:37 Uhr
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