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Asyl: Netzwerk für gute Aufnahme geknüpft

FREISTADT. Willkommens-Initiative will Asylwerbern in Freistadt Start in neues Leben ermöglichen.

"Es war schon eine Art Meinungsvakuum zu spüren. Da war für einen Moment nicht sicher, in welche Richtung die Stimmung jetzt kippt", erinnert sich die Freistädterin Hermine Moser an die Tage vor knapp einem Monat, an denen bekannt wurde, dass die Kaserne Freistadt zum Quartier für 50 Kriegsflüchtlinge – vorwiegend aus dem Irak und Syrien – adaptiert werden solle.

80 Interessierte bei Treffen

Mittlerweile ist es gelungen, das Thema in der Stadt vorwiegend positiv zu besetzen: Zahlreiche Sachspenden für die künftigen Nachbarn wurden bereits gesammelt. Außerdem bildete sich eine Projektgruppe mit dem Namen "Flüchtlinge – Willkommen in Freistadt", die bei ihrem ersten Treffen im Salzhof gleich einmal 80 Interessierte für eine Mitarbeit ansprechen konnte. Auch der E-Mail-Verteiler, der bei diesem ersten Treffen angelegt wurde, wächst von Tag zu Tag.

Ziel der Gruppe ist es, ein Netzwerk aus vielen Menschen zu bilden, die sich in die Arbeit mit den Flüchtlingen einbringen. Lernen wolle man dabei etwa aus den Erfahrungen, die in der Gemeinde Gutau gemacht wurden. Hier haben die Menschen nicht nur Sprachkurse organisiert, sondern koordinieren auch Freizeitaktivitäten. "In diese Richtung soll es auch bei uns gehen", sagt Hermine Moser, die in der Steuerungsgruppe von "Willkommen in Freistadt" aktiv ist.

Sprache, Kultur und Mobilität

Zwar werden sich die Flüchtlinge in ihren Quartieren in der Kaserne – die dafür noch adaptiert werden muss – selbst versorgen können. "Aber es gibt viele Herausforderungen, denen man sich im Alltag stellen muss. Das beginnt bei der Sprache und geht bis zum Kennenlernen der Stadt und der Benützung von öffentlichen Verkehrsmitteln." Um all diese Dinge dauerhaft abdecken zu können, werden in den kommenden Tagen Arbeitsgruppen gebildet, die in Kooperation mit den Sozialarbeitern der Volkshilfe jeweils ein Themengebiet begleiten.

Voraussichtlich bis Ende Februar sollen die Flüchtlinge in kleinen Gruppen sukzessive das Wohnprojekt in der Kaserne beziehen. Auch in Oberrauchenödt und Apfoltern sollen elf beziehungsweise 17 Flüchtlinge aufgenommen werden. Diese könnten – so sich ausreichend Freiwillige finden – ebenfalls vom Netzwerk "Flüchtlinge – Willkommen in Freistadt" unter die Fittiche genommen werden.

Nächstes Vernetzungs-Treffen am Sonntag, 18. Jänner, 18 bis 20 Uhr. Salzhof Freistadt. Informationen: www.asylinfreistadt.at

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Artikel Bernhard Leitner 13. Januar 2015 - 01:37 Uhr
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