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400 Jugendliche machten für mehr Menschlichkeit mobil

FREISTADT. Jugendliche setzten mit Lichterkette ein Zeichen der Solidarität mit Flüchtlingen in der Stadt.

400 Jugendliche machten für mehr Menschlichkeit mobil

Vor dem Linzer Tor versammelten sich die Jugendlichen für ihren Solidaritäts-Marsch durch Freistadt. Bild: privat

Ein Zeichen für Menschlichkeit, Toleranz und Solidarität mit Menschen, die vor Krieg und Zerstörung geflüchtet sind, setzten am Samstagabend mehrere Jugendorganisationen mit einem Lichter-Umzug sowie einer Kundgebung in der Altstadt von Freistadt. Von Jugendlichen des muslimischen Kulturvereins ALIF über die Dekanatsjugend bis hin zur Sozialistischen Jugend und Grünen hatte sich eine überparteiliche Plattform gebildet, die eine Lichterkette durch die Freistädter Innenstadt für ein solidarisches Freistadt auf die Beine stellte.

Erwartungen übertroffen

Das Echo auf die vor allem in sozialen Medien beworbenen Veranstaltungen übertraf die kühnsten Erwartungen der Initiatoren. "Wir hatten uns erwartet, dass etwa 50 bis 100 Jugendliche unserem Aufruf folgen. Gezählt haben wir dann aber 400 Teilnehmer, die mit uns durch die Stadt gezogen sind", sagt Sebastian Merten vom Organisationsteam der Kundgebung. Mit dieser Veranstaltung sei es gelungen, ein sichtbares Zeichen dafür zu setzen, dass es auch in Freistadt jede Menge Menschen gebe, die Asylsuchenden offen begegnen und sich nicht von populistischen und fremdenfeindlichen Parolen verführen lassen. "Leider wurden in den vergangenen Wochen in Freistadt im Zusammenhang mit der Unterbringung von Kriegsflüchtlingen einige Stimmen laut, die uns schockiert haben. Das war dann der Grund für uns, gemeinsam etwas zu unternehmen und zu zeigen, dass vor allem die Jungendlichen in Freistadt nicht so denken", sagt Merten.

Die Lichterkette vom Samstag soll nicht die einzige Maßnahme in diese Richtung bleiben. Bereits unmittelbar nach der Kundgebung gab es ein Vernetzungstreffen von Freistädter Jugendorganisationen, in denen Pläne für weitere Aktionen geschmiedet wurden: So wollen sich die Jugendlichen beispielsweise bei Sammlungen für Bekleidung und Haushaltsartikel zugunsten der Flüchtlinge engagieren. Auch Patenschaften für einzelne Familien wären eine Möglichkeit, die Aufnahme in Freistadt zu begleiten.

Wie berichtet sollen Ende Jänner 50 Kriegsflüchtlinge in der Freistädter Tilly-Kaserne Aufnahme finden. Die Betreuung der Menschen wird die Volkshilfe übernehmen. Bis zur Ankunft der ersten Asylwerber sollen einige Adaptierungen im Kasernenbereich vorgenommen werden, damit die traumatisierten Flüchtlinge so wenig wie möglich mit dem laufenden Kasernenbetrieb in Berührung kommen.

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Artikel Bernhard Leitner 29. Dezember 2014 - 05:51 Uhr
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