Linzer Straßen

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Bild: O. Steindl (mediabox.at/Schwarzl)
Bild: O. Steindl (mediabox.at/Schwarzl)

Seit 1974 wurde die Untere Donaulände zur Kulturmeile

  • Nach dem Hochwasser 1954 änderte der Straßenzug zwischen Nibelungenbrücke und Tabakfabrik sein Aussehen wesentlich.
  • In der Linzer Tabakfabrik entstehen seit 2009 keine Zigaretten, doch nach und nach (hoffentlich) mehr kreative Leistungen.

Untere Donaulände

Im Sommer 1954 war die Untere Donaulände ein See. Denn als das damalige Jahrhunderthochwasser Linz heimsuchte, war die Stadt auf der Linzer Seite noch nicht von der Donau abgeschottet. Wo heute das Lentos-Kunstmuseum steht, war noch ein Teil des Handelshafens.

Nach dem Hochwasser entstanden die riesigen Dammbauten, wo seit 1974 nach und nach eine Kulturmeile wuchs. Zunächst das Brucknerhaus, bei dessen Eröffnung am 23. März 1974 Dirigenten-Weltstar Herbert von Karajan den Taktstock schwang. Die zum Dienst abkommandierten Polizisten waren nervös, denn Pressefotograf Alfred H. hatte angekündigt, dass er Karajan eine Watschen geben werde.

2003 wurde schließlich am Platz des ehemaligen Donau-Umschlagplatzes und der späteren DDSG-Anlegehauses das Lentos-Kunstmuseum eröffnet. Doch ein Teil einer möglichen Kunstmeile fehlte schon seit 24 Jahren: die ehemalige Wollzeugfabrik, ein Manufakturbau von europäischer Bedeutung, wurde 1969 endgültig gesprengt. Kunst- und Bruckner-Universität hätten dort einquartiert werden können. Einen "Demolierungsskandal" nannte Österreichs großer Architekturkritiker Friedrich Achleitner das Vorgehen.

Geblieben ist zum Glück die östlich der einstigen Wollzeugfabrik situierte Tabakfabrik, ein überaus bedeutender Industriebau der Architekturmoderne. 2009 stellte Japan Tobacco den Betrieb ein, 2010 kaufte die Stadt Linz das riesige Gebäude, das nach und nach zum Kreativzentrum wird.

Unterwegs in der Unteren Donaulände

  • Literatur und Sprache in Oberösterreich vereinigt das „StifterHaus“ in den Räumlichkeiten des ehemaligen Wohnhauses von Adalbert Stifter, das nahe des Beginnes der Unteren Donaulände durch einen kurzen Abstecher zum Adalbert-Stifter-Platz erreichbar ist und einen Besuch lohnt. Infos: www.stifter-haus.at
  • In der Unteren Donaulände 16a gibt es eine gute kulinarische Adresse für all jene, die asiatische Küche bevorzugen. Das Fu-Cheng-Noodlehaus kredenzt original asiatische Nudelspezialitäten und Reisgerichte.
  • Das Forum Metall im Donaupark, durch den Damm von der Unteren Donaulände getrennt, war schon in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ein Aufreger. Mittlerweile gehören die Skulpturen hierher.
  • Die Fitnessoase Parkbad wirbt mit einem Saunerlebnis in einer neuen Dimension. Immerhin 2500 Quadratmeter groß ist die Saunawelt im Parkbad, das natürlich über die Sommermonate seine noch größere Bedeutung als Erfrischungs- und Abkühlungszone für viele Linzer hat. Generationen von Linzerinnen und Linzern ist das Parkbad irgendwann einmal ans Herz gewachsen – und manch eine Verbindung hat ein Leben lang gehalten, wie die Dauergäste beweisen.
  • Weltstar Herbert von Karajan dirigierte am 23. März 1974 bei der Eröffnung des Brucknerhauses. 

Arcotel

"Jeder Tag ist eine Herausforderung. Unsere Gäste haben Anspruch auf besten, herzlichen Service."
Enrico Richter, Direktor des Arcotel Nike Linz

Arcotel Nike

Seit einem Jahr ist Enrico Richter Direktor des Arcotel Nike Linz an der Unteren Donaulände 9. Der 42-jährige Deutsche war davor bereits ein Jahr stellvertretender Direktor des Hotels bzw. fünf Jahre lang F&B-Manager bei Steigenberger.

  1. Was macht das Besondere am Hoteldirektor-Dasein aus?


    Der tägliche Kontakt mit Gästen, die Zusammenarbeit mit dem Team und die Herausforderung, sowohl positiv wie negativ. Jeder Tag ist eine Herausforderung. Unsere Gäste haben Anspruch auf besten, herzlichen Service. Denn nur zufriedene Gäste kommen wieder. Deshalb sind wir auf die Wünsche und Bedürfnisse unserer Gäste sensibilisiert.
  2. Wen würden Sie persönlich gerne einmal als Gast im Hotel empfangen?


    Günter Grass.
  3. Als Hoteldirektor hat man auch prominente Gäste. Wie geht es da punkto Sonderwünsche zu?

    Sonderwünsche werden in der Regel vorab vom Management des Prominenten bekannt gegeben. Wenn Sonderwünsche vor Ort entstehen, dann werden diese diskret und schnell erfüllt. Alle Mitarbeiter werden diesbezüglich gebrieft. Allerdings gab es bisher bei uns keine außergewöhnlichen Sonderwünsche.
foto: VOLKER WEIHBOLD blackwings eishalle eishockey  
Bild: VOLKER WEIHBOLD (mediabox.at/Schwarzl)

Eishalle

Der Beginn einer neuen Zeitrechnung

Am 10. Mai 1985 begann für den Linzer Eissport eine neue Zeitrechnung. Bereits in den Fünfzigerjahren war die Forderung nach einer Eishalle in Linz laut geworden. Doch es dauerte 30 Jahre, bis es so weit war.

Eisläufer und Leistungssportler in den Sparten Kunstlauf und Eishockey hatten jetzt die vom Wetter unabhängige Heimstatt beim Parkbad. Eishockey-Funktionäre hatten Großes vor. Zwar gab es in Linz schon lange den Eishockeyklub der Union. Doch nun trat die Askö auf. „Durchmarsch, von der untersten Liga hinauf in die Bundesliga!“, lautete die Parole für den Askö Spitz Linz.

Die erste Saison verlief fulminant. Kein Wunder, denn Askö Spitz Linz spielte damals mit einer außergewöhnlichen Mannschaft in der Regionalliga. Der Stamm der Spieler kam aus Steyr, sie hatten bereits Nationalliga-Erfahrung und sich dort gut bewährt. Doch nach einem Konkurs war es aus mit Eishockey in Steyr. Zum Steyrer Fundament kamen tschechoslowakische Spieler dazu, der Verteidiger Lubos Ujvary und vor allem der Stürmer Josef Palecek, vielfacher tschechoslowakischer Teamspieler und 1972 Weltmeister.

Askö Spitz Linz siegte nach Belieben, schlug Union Linz einmal gar mit 44:0. Doch nach der zweiten Saison war es vorbei. Nach Problemen mit Trainern war auch nicht mehr genug Geld da. Nun trat wieder die Union auf den Plan, stellte eine Mannschaft für die Nationalliga auf. So entstanden schließlich die Black Wings. In der Nationalliga bot die Linzer Eishalle dem Publikum genug Platz.

Doch 2000 kamen die Black Wings in die Bundesliga, die Halle wurde bald zu klein, nach und nach erweitert, zuletzt im vergangenen Jahr. Umgerechnet rund fünf Millionen Euro hatte vor 30 Jahren der Bau der Halle gekostet. 4,9 Millionen Euro waren für die nunmehrige Erweiterung auf 4800 Plätze notwendig.

26. Januar 2015

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