Linzer Straßen

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Bild: VOLKER WEIHBOLD
Bild: VOLKER WEIHBOLD

Eine Durchzugsstraße im Osten der Stadt, die zwei Gesichter hat

  • Viel Verkehr und viele Betriebe kennzeichnen vor allem den westlichen Abschnitt der Prinz-Eugen-Straße
  • Weit ruhiger geht es im östlichen Teil zu, hier herrscht wenig Verkehr, hier entsteht das Gefühl, in einer anderen Straße zu sein

Prinz-Eugen-Straße

Die nach Prinz Eugen von Savoyen benannte Straße im Osten der Stadt ist vor allem als Durchzugsstraße bekannt. Dabei hat die 1,6 Kilometer lange Verbindung, die an die Goethestraße anschließt, einiges mehr zu bieten. In den vergangenen Jahren entstanden mehrere neue Gebäude und Institutionen, die den Straßenzug aufgewertet haben.

Zwar sind vor allem der älteren Bevölkerung noch bestens bekannte Gebäude wie der Milchhof an der Ecke Garnisonstraße und Semmelweisstraße verschwunden. Statt der Produktion von Milch wird an diesem Standort in der Nähe der Prinz-Eugen-Straße heute Wissen vermittelt. Schließlich entstand hier nach dem Abriss der alten Gebäude die Fachhochschule Linz mit Schwerpunkt für gesundheitliche Berufe. Alles um die Gesundheit dreht sich auch in der naheliegenden Apotheke samt Ärztehaus.

Kunst und Kreativität stehen hingegen in der HBLA für künstlerische Gestaltung an der Ecke Garnisonstraße/Prinz-Eugen-Straße im Mittelpunkt. Weniger attraktiv ist hingegen der Verkehrslärm, der vor allem bei der Überführung der Mühlkreisautobahn (A7) unüberhörbar ist.

Ein komplett anderes Gesicht zeigt die Straße hingegen östlich der Kreuzung mit der Industriezeile. Zwar finden sich auch hier zahlreiche Gewerbebetriebe. Allerdings nimmt der Verkehr deutlich ab und es finden sich hier sogar Felder, die noch nicht verbaut sind. Dieses Ambiente genießen auch die mehr als 100 Besitzer einer der Parzellen der Kleingartenanlage, die auf einer ehemaligen Mülldeponie entstanden ist.

Garteln mit Blick auf das Fernheizkraftwerk

Inmitten eines Industrie- und Gewerbegebietes würde man vieles vermuten, eine Kleingartenanlage gehört mit Sicherheit nicht dazu. Doch wer sich in den östlichen Teil der Prinz- Eugen-Straße begibt, der stößt auf den Kleingartenverein Linz-Ost, Sektion 9, wo sich zwischen der Straßenmeisterei Mitte und dem naheliegenden Fernheizkraftwerk mehr als 150 Hobby-Gärtner ihr grünes Paradies geschaffen haben.

„Das Schöne ist, dass man hier in Ruhe entspannen kann und die Geselligkeit trotzdem nicht zu kurz kommt“, sagt Ernst Kasinger, Präsident des Landesverbandes der Kleingärtner in Oberösterreich. Beim Betreten der Anlage, die seit 1965 besteht, überkommt einen das Gefühl, in einem anderen Stadtteil zu sein. Wie kleinere Reihenhäuser wirken die meisten Unterkünfte der Parzellen-Besitzer. Den typischen Schrebergarten-Hütten sind die Häuser schon lange entwachsen.

Idylle

Idylle mitten in der Stadt

Auf einigen Grundstücken finden sich sogar Swimmingpools. Dass alle Parzellen mit Strom und Wasser versorgt sind, versteht sich sowieso von selbst. Möglich sind diese Annehmlichkeiten, da die Auflagen der Behörden für Kleingärten mit den Jahren aufgeweicht wurden. Dass man sich trotz der Idylle mitten in der Stadt und nicht auf dem Land befindet, daran erinnert nur der alles überragende Turm des Fernheizkraftwerkes, der von weitem sichtbar ist.

Die Wege zu den insgesamt 167 Parzellen sind asphaltiert und mit Namen wie Sonnenscheingasse oder Mondscheingasse gekennzeichnet. Und in den Gärten selbst blühen bereits die ersten Pflanzen, der Rasen wirkt frisch getrimmt und die Beete gepflegt. „Einmal Gartler immer Gartler, ist unser Motto“, sagt Kasinger.
Momentan laufen die Vorbereitungen für die neue Saison. Die Sonne treibt die Gartenbesitzer hinaus. Zeit für ein gemütliches Beisammensein muss aber immer bleiben. Da plaudert der Landesverbands-Präsident etwa mit Adi Röckendorfer, dem Wasserwart der Anlage, über die Entwicklung der Gärten, das nachbarschaftliche Verhältnis und natürlich über die Frauen.

„Wir Gartler werden halt gesund alt“, sagt Kasinger. Dass die Mehrheit der Parzellenbesitzer der älteren Generation angehören, bestreitet er nicht. „Es kommen aber auch immer wieder junge Leute.“ Nach wie vor ungebrochen ist die Anfrage nach Grundstücken, die Wartelisten sind dementsprechend lang.

Interview

Interview
Engagierte Apotheken-Chefin  
Bild: VOLKER WEIHBOLD

Interview mit Angela Schwaha

Die Apothekerin: Sie ist ein Familienunternehmen, die Prinz-Eugen-Apotheke, die im Ärztehaus Anlaufstelle für viele Menschen ist. Tochter Rita leitet mit Mutter Angela die Apotheke, Ehemann Karl, Vizerektor für Infrastruktur an der Universität Wien, hat den Bau des Hauses initiiert. 2006 wurde mit einer Apotheke gegenüber dem heutigen Standort „winzig und klein“ begonnen, seit Jänner 2010 liegt die Prinz-Eugen-Apotheke unübersehbar in der Nähe des Krankenhausviertels.

  1. Eine Apotheke im Ärztehaus, das ist eine ideale Verbindung.


    Ja. Es hat sich so ergeben aufgrund der Überlegungen, den Standort der Apotheke von der einen Seite der Prinz-Eugen-Straße auf die andere zu verlegen. Aus der neuen Apotheke wurde dann gleich auch ein Ärztehaus.
  2. Die Nähe zum Krankenhausviertel in der Garnisonstraße ist ein Vorteil, oder?

    Die Nähe zur Gesundheitsmeile, wie ich das Viertel lieber nenne, macht unsere Apotheke zur Anlaufstelle für Patienten, die aus dem Spital entlassen werden und auf dem Weg nach Hause die notwendigen Arzneimittel besorgen. Oft werden gerade im Krankenhaus eher seltene Medikamente verschrieben, die für Apotheken eine Herausforderung in der schnellen Besorgung darstellen.
  3. Hat sich diese Erfahrung auf die Arbeit in der Apotheke ausgewirkt?


    Die Herstellung von Kapseln, Zäpfchen und Salben sehen wir als wichtigen Teil unserer Tätigkeit. Dazu haben wir Gelegenheit durch das Kinderkrankenhaus, deren berühmte Kinderherzstation viele spezifisch für Kinder angepasste Medikamente und Dosierungen benötigt, die händisch hergestellt werden müssen. Unser Schwerpunkt liegt zudem auf werdenden und stillenden Müttern sowie neugeborenen Säuglingen und Kleinkindern. Zudem bieten wir „Medikationsmanagement“ an – immer in enger Zusammenarbeit mit Ärzten.
Von Christopher Buzas und Reinhold Gruber, 20. März 2015

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