Die Parkgebühr mit dem Handy bezahlen – das macht eineinhalb Monate nach der Einführung kaum ein Linzer. Bild: vowe
Bis Mitte Dezember haben sich erst 250 Teilnehmer für das Handyparken angemeldet. Grund sind die teilweise hohen Kosten und das komplizierte System. Nun soll ein zweiter Anbieter Schwung in die Sache bringen: Ab Jänner wird die deutsche Firma Simty ein zweites Tarifmodell anbieten. Je mehr Wettbewerb, umso billiger die Preise, lautet das Kalkül von Finanzstadtrat Johann Mayr (SP): „Die Gebühren werden mit der Zeit sicher sinken.“
Grundsätzlich ist das Linzer System ein Plattform-Modell – im Gegensatz zu Gmunden und Wels, wo das Handyparken von der Gemeinde bezahlt wird. Dort fallen für den Han-dyparker außer den Parkgebühren keine weiteren Kosten an. In Linz muss sich jeder Benutzer einen Betreiber aussuchen und zum Parktarif noch dessen Gebühren bezahlen. Das Problem dabei: Bisher gab es nur einen einzigen Betreiber, der bis zu 49 Cent pro Parkvorgang verlangte. Aufgrund der katastrophalen Nachfrage musste er einen zweiten, billigeren Tarif einführen.
Der neue Betreiber will nun mit Kosten von 20 Cent pro Vorgang neue Kunden ansprechen. Günstiger soll es für jene werden, die ein Handy mit mobilem Internet besitzen und damit den Parkschein ordern: Sie zahlen 12 Cent pro Vorgang. Außerdem soll das Handyparken mit Werbung verknüpft werden: „Der Einzelhandel wird die Möglichkeit haben, das Handyparken gezielt mit Werbebotschaften zu verknüpfen“, sagt Ortwin Kartmann, Geschäftsführer von Simty. „Und zwar in den Zonen rund um das jeweilige Geschäft.“ Zusätzlich sollen Gutschriften vergeben werden können.
Über viel Erfahrung verfügt Simty allerdings nicht: Die Firma existiert seit drei Monaten, bietet das System derzeit in Butzbach und Köln an und hat 1000 Kunden. Im Frühjahr 2009 soll ein dritter Anbieter am Linzer Markt auftreten.
Wenn in Linz die Kosten so hoch sind, wird es wohl im Säckel des Herrn Finanzstadtrates kräftig klingeln! Mit den versprochenen 10 Minuten Nachsicht beim normalen Kurzparken ist es auch nicht weit her, denn das hängt ja vom Gutwill der Stadtscherifs ab! Geht man sich beschweren wird man sehr unfreundlich behandelt! Das nenne ich Kundenunfreundlich! Die Kurzparkzonen werden auch ständig erweitert, so dass es auch ein ständig steigendes Einkommen für die Stadt gibt, die es dann mit unnötigen Ausgaben, siehe Selbstbeleuchtung der städtischen Einrichtungen, wieder hinausschmeist! Aber vielleicht muss die Bilanz der Linz-AG damit aufgebessert werden!
Hab unlängst Handyparken in Wien ausprobiert: Anmeldung via Internetz, Aufladen von 10h Parkzeit, Gratis-SMS verschickt, 10min vor Ablauf ein Erinnerungs-SMS bekommen, fertig!
keine zusätzlichen Kosten, nix, beim ersten Mal sogar 1h geschenkt bekommen.
Gleiches System übrigens in Wels und Gmunden (mit dem zusätzlichen Vorteil, dort gar nix im vorhinein aufladen zu müssen).
Das in Linz wird immer stottern...
Kein Schaffner in Sicht