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Revolte im teuren Ars Electronica Center: Personal miserabel bezahlt

LINZ. Fürchterlich ist die Stimmung beim Personal des Ars Electronica Center (AEC). Denn der Großteil der Beschäftigten ist schlecht bezahlt und rechtlich nicht abgesichert.

Acht bis neun Euro pro Stunde zahlt das AEC seinen Info-Trainern und Betreuern. Diese Mitarbeiter sind aber nicht angestellt, sondern haben freie Dienstnehmerverträge, müssen somit ihr Einkommen selbst versteuern und sich selbst versichern.

200 freie Dienstnehmer

Zudem bekommen freie Dienstnehmer keinen 13. und 14. Bezug, auch Urlaub wird nicht abgegolten. Rund 200 freie Dienstnehmer arbeiten im AEC, das eine 100-prozentige Tochter der Stadt Linz ist. 40 Bedienstete des AEC sind angestellt.

Am 2. Jänner 2009 wird das neue AEC mit Pomp und Trara eröffnet. 30 Millionen Euro hat der Neubau am Brückenkopf in Urfahr gekostet. Acht Millionen Euro wurden für die knallige Leuchtfassade aufgewendet.

Während in Bau und Ausstattung üppig investiert wird, knausert das AEC bei seinen Mitarbeitern. Schon lang gärt Unmut, dass eine Einrichtung der Stadt Linz seine Mitarbeitern derartig behandelt. Mittlerweile laufen mehrere Gerichtsverfahren auf Anstellung. Weitere freie Dienstnehmer des Elektronik-Zentrums verhandeln mit der AEC-Leitung über Anstellungen.

Anstellung oder Werkvertrag

Laut Arbeitsrechtsexperten sind die Voraussetzungen auf eine Anstellung bei den meisten der so genannten freien Dienstnehmer des AEC erfüllt. „Denn wir müssen nicht nur Dienstkleidung tragen, sondern haben auch fixe Arbeitszeiten“, sagt eine AEC-Mitarbeiterin im OÖN-Gespräch.

Vizebürgermeister Erich Watzl (VP), Kulturreferent der Stadt Linz und AEC-Aufsichtsratschef, will die explosive Situation im Kulturzentrum noch vor Weihnachten entschärfen: „Wir wollen kein einziges illegales Dienstverhältnis.“ Watzl tritt nun dafür ein, die derzeitigen freien Dienstnehmer anzustellen oder zumindest mit Werkvertrag zu beschäftigen: „Die Mehrkosten muss die Stadt Linz tragen.“

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Reale Zahlen und Gegebenheiten aufzeigen · von thor42 (1279) · 13.12.2008 11:16 Uhr

Wieviel verdient das Personal? Was bedeutet miserabel? Tätigkeit aufzeigen, Bezahlung dazu nennen, dann kann man sich ein Bild machen. Der Artikel ist sonst eher unter wischiwaschi einzuordnen.

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Und wo bleiben da Gewerkschaft und Arbeiterkammer? · von leser (345) · 13.12.2008 10:36 Uhr

Ist das Naheverhältnis zu den Linzer Stadtpolitikern schon so eng, dass man bei diesen illegalen Dienstverhältnissen beide Augen zudrückt und die Arbeiter im Regen stehen lässt?
Ich meine, es ist höchst an der Zeit, dass die Arbeitnehmervertreter den Hintern heben. Wenn die Leute fixe Arbeitszeiten haben, sind sie als Dienstnehmer einzustellen; da sind auch Werkverträge fehl am Platz. Ich hoffe, die OÖN bleiben da dran!

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typisch öffentliche Hand · von a1234567 (36) · 13.12.2008 14:04 Uhr

Erneut ist eine Eiterblase geplatzt, mit der bewiesen wird, dass die öffentliche Hand (egal ob Bund, Länder, Gemeinden, Arberitsmarktservice, Bundessozialamt, Pensionsversicherung usw.) - egal ob rot oder schwarz geführt - der größte Generator prekärer Dienstverhältnisse ist.

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Artikel 12. Dezember 2008 - 00:04 Uhr
Von Erhard Gstöttner
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Finanziell und rechtlich schlechtergestellt sind die meisten Mitarbeiter des Ars Electronica Center (AEC).  Bild: apa

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