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Zukunft des öffentlichen Verkehrs: Stückwerk oder Gesamtkonzept?

LINZ. Viele Pläne für den öffentlichen Verkehr in Linz gab es bereits. Doch herausgekommen ist Stückwerk. Höchste Zeit, die Pläne aufeinander abzustimmen und ein Gesamtkonzept zu entwickeln, fordert die Bürgerinitiative Nachhaltige Mobilität.

Zwölf Untersuchungen und Konzepte für den öffentlichen Verkehr im Großraum Linz wurden seit 1993 erstellt, von der Stadtbahnstudie bis zum Konzept „Mühlkreisbahn neu“. Doch der öffentliche Verkehr im Großraum Linz ist weiter abgerutscht.

„1982 hatte der öffentliche Verkehr einen Anteil von 40 Prozent, jetzt sind es 20 Prozent“, sagt der Linzer Ziviltechniker Lukas Beurle, der Sprecher der Initiative. Verkehrsplaner hatten indes andere Ziele formuliert. Das aus dem Jahr 1993 stammende Verkehrskonzept des Landes für den Großraum Linz hatte als Ziel vorgesehen, dass im Jahr 2000 50 Prozent der Fahrten nach und von Linz mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden sollten.

Bereits Ende der Siebzigerjahre kündigten Verkehrspolitiker an, dass der Bau einer S-Bahn im Großraum Linz sofort beginnen könnte – unter der Voraussetzung, dass der Bund mitzahlt. Ausgebaut wurde in Linz allerdings „nur“ die Straßenbahn, ohne Zutun des Bundes.

Für die Straßenbahn gibt es jetzt wieder Pläne in Form einer zweiten Achse im Osten von Linz, vom Mühlkreisbahnhof zum Linzer Bulgariplatz. Und durch den Umbau der Mühlkreisbahn zu einer Straßenbahn auf die Linzer Schmalspur soll der öffentliche Verkehr in Linz zusätzlich leistungsfähiger werden.

Weil diese zweite Schienenachse zu zwei Dritteln unterirdisch geführt werden soll, würden die Baukosten 350 bis 407 Millionen Euro betragen. Würde die neue Straßenbahn vor allem oberirdisch fahren, würden die Kosten 150 Millionen Euro betragen, sagt Initiativen-Sprecher Beurle. In einer Studie hat er neun Projekte aufgelistet, von der Straßenbahnverlängerung bis zur Bahn nach Pregarten. „In einer Untersuchung sollte nun die Wirksamkeit dieser Vorhaben untersucht werden“, fordert Beurle.

 

Kostenvergleich

1,2 bis 1,4 Milliarden Euro kosten würde der Ausbau des öffentlichen Verkehrs im Großraum Linz, inklusive neuer Bahn bis Pregarten und der Weiterführung der Mühlkreisbahn zum Linzer Hauptbahnhof. Das hat eine Studie der „Initiative Nachhaltige Mobilität“ ergeben. Zum Vergleich: Linzer Westring und die Mühlviertler S10 kosten 1,4 Milliarden Euro.
 

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Hallo Redaktion!!! · von Harbachoed-Karl (1161) · 16.02.2012 17:39 Uhr

In der Überschrift steht eine Frage!

Wollt's ihr die vielleicht beantworten?

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Busspur Pannenstreifen A7 · von Benno2012 (2) · 14.02.2012 23:48 Uhr

Wen es noch nicht aufgefallen ist, seit der Rettungsgasse auf der A7 steht der Bus genau so im Stau wie die Autofahrer, weil Bus selten an den LKWs und PKWs vorbeikommt bzw. die Lenker den Bus nicht vorbeilassen wollen.In den nächsten Jahren wird der Stau auf der A7 noch länger, nach Fertigstellung der S10 wird es nicht mehr in Unterweitersdorf vor der Auffahrt stauen sondern auf der A7 ab Gallneukirchen oder früher und der Bus mitten drin steht!Wo ist hier dann der Reiz am Öffi! Hätten die gescheiten Politiker und Verkehrsplaner vor 20 Jahren oder länger die Strecke Pregarten - Galli - Treffling - Linz mit einem Schienennetz ausgebaut, würde das jetzt sicher super angenommen, vorraussetzung das die Zugstiegsstellen in der nähe des Ortszentrums sind, was bei manchen Bahnhöfen derzeit nicht der Fall ist, aber das würde wieder am Lärm der Schienenfahrzeuge scheitern. Das Auto ist derzeit attraktiver: mehr als 1 Stunde Zeitersparnis am Tag, flexibel in der Streckenwahl,...

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Mehr Mut für ÖPNV-Lösungen · von zar (3007) · 13.02.2012 00:23 Uhr

aber auch mehr Hirn und weniger politikfarbene Verhinderungen.

Mit sinnvollen und (noch) finanzierbaren Lösungen ließe sich viel erreichen:

- Untertunnelung der Landstraße und Schaffung von Normalspur: In der Lilo gibt es 5 Sitzplätze in einer Reihe, in der Schmalspurbim maximal 2.

- Nutzung der vorhandenen(!) Schienen der Mühlkreisbahn durch die Reindlstraße und das Hafengebiet.

- Verzicht auf teuren Dummfug wie die unterirdische Führung der Linie 3: Die Nutzung der Lilo-Spur mit einer Weiche hätte es vermutlich auch getan...

- Vorrang der Öffis vor Individualverkehr in Urfahr: Warum soll teuerst untertunnelt werden, um erst den stinkenden KFZ-Moloch zu fördern?

- Beschleunigung!

- Vernetzung: Lieber mal eine Minute einen Bus in der Haltestelle auf den Anschluss warten lassen, als UmsteigerInnen vor den Kopf zu stoßen...

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Artikel 09. Februar 2012 - 00:04 Uhr
gsto
Bild vergrößern Zukunft des öffentlichen Verkehrs: Stückwerk oder Gesamtkonzept?

Die Mühlkreisbahn soll künftig auf Schmalspur fahren.  Bild: Weihbold

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