Kurz nach 13 Uhr. Vor den Augen erstaunter Schüler verwandelt sich eine auf dem Boden liegende Plane innerhalb von wenigen Sekunden in ein voll einsatzfähiges Rettungszelt. „Des wär optimal für a Festival“, kommentiert ein Schüler. Gelächter. „Dazu kostet es aber zu viel“, sagt Clemens König vom Roten Kreuz Linz-Stadt. Und zwar zwischen sechs- und achttausend Euro.
„Mit unserer Informationsoffensive wollen wir mehrere Dinge erreichen“, erzählt Christine Widmann vom Jugendrotkreuz. Die Schüler sollen für „Schnupperlehren“ interessiert und für den Dienst beim Roten Kreuz begeistert werden. „Im Optimalfall können wir welche für freiwillige Mitarbeit bei uns interessieren“, fügt sie hinzu.
Was anscheinend auch gelingt. Die meisten Schüler lauschen konzentriert den Rotkreuz-Vortrag. Der Imagefilm wird aufmerksam verfolgt. Nur einige Abtrünnige in der letzten Reihe ziehen es vor, sich lieber heimlich ihrem iPod zu widmen.
Imagefilm und Vortrag
Dominik Schrank (17) gehört nicht zu dieser Gruppe. „Mir haben die Vorführungen sehr gut gefallen. Ich kann mir schon vorstellen, einmal mitzuhelfen – aber erst nach der Lehre“, sagt er. Besonders interessant waren für ihn die Rettungsautos.
Insgesamt 300 Berufsschüler, aufgeteilt in mehrere Gruppen, erlebten das Rote Kreuz am Donenrstag hautnah mit. Und diese Mitmachaktion war erst der Anfang. „Besonders die Berufsschulen sind eine Zielgruppe für uns, wegen des Alters und des Technikverständnisses. Wir werden die Aktion an anderen Schulen weiterführen“, sagt Widmann.
Rettung in Linz
In der Stahlstadt ist das Rote Kreuz mit insgesamt 25 Rettungsautos im Einsatz. Vergangenes Jahr wurden 64.672 Einsätze in Linz gefahren. 43 hauptberufliche und 438 freiwillige Mitarbeiter kümmern sich um die Gesundheit der Bewohner. Dazu kommen noch 47 Zivildiener.
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