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Nach OÖN-Bericht: Hort will Elfjährige doch betreuen

LINZ. Aufregung löste die Ankündigung des Horts der Kreuzschwestern aus, ab nächstem Schuljahr wegen Platzmangels Kinder ab der sechsten Schulstufe nicht mehr zu betreuen. Die OÖNachrichten berichteten. Jetzt werden Lösungen gesucht, damit auch weiterhin alle Kinder den Hort besuchen können.

Per Brief waren die Eltern Ende November informiert worden, dass Kinder, die nächstes Jahr die zweite Klasse Hauptschule oder Gymnasium besuchen, nicht mehr betreut würden. Grund sei der große Ansturm an Volksschülern im Hort. Daher sei den größeren Kindern mehr Selbständigkeit zuzutrauen, hieß es in dem Schreiben.

Bedarf wird erhoben

Berufstätige Eltern beschwerten sich daraufhin, weil sie ihre elfjährigen Kinder nach der Schule nicht unbeaufsichtigt wissen wollten. Nicht wenige hatten die Schule vor allem wegen des Hortangebotes ausgesucht. Das Hortgebäude war erst vor eineinhalb Jahren eröffnet worden.

Nun arbeiten die Verantwortlichen an einer Lösung. „Wir bemühen uns, die Wünsche der Eltern zu erfüllen“, sagt Andreas Pumberger, pädagogischer Leiter des Schulvereins der Kreuzschwestern. „Wir ermitteln derzeit, wie viele Zweit- und Drittklassler einen Platz brauchen.“ Wenn nach der Schuleinschreibung die Zahl der Anmeldungen feststehe, gebe es zwei Möglichkeiten.

Hortplätze aufteilen

Überlegt werden Sharing-Modelle, bei denen sich mehrere Schüler einen Hortplatz teilen könnten. Denn Kinder in den höheren Schulstufen brauchen weniger Betreuung, weil sie öfter Nachmittagsunterricht haben. „Ob das funktioniert, können wir aber erst im Herbst sagen, wenn wir die Stundenpläne der Hortkinder kennen“, sagt Pumberger. Wenn nicht, könnte eine schulische Nachmittagsbetreuung eingerichtet werden. Nachteil: Es stehen weniger Betreuungszeiten zur Verfügung.

Im Allgemeinen sei die Nachfrage nach Hortplätzen in den höheren Klassen aber gering, sagt Pumberger: „Von 150 Hortkindern gehen derzeit acht in die zweite Klasse Hauptschule oder Gymnasium, zwei in die dritte.“

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Artikel 26. Januar 2012 - 00:04 Uhr
Herbert Schorn
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