Pro Monat musste die Stadt Linz somit für jedes Heimkind im Durchschnitt 4422 Euro zahlen. Im vorangegangenen Jahr betrugen die Kosten pro betreutem Kind monatlich 4184 Euro.
Diese Angaben sind Durchschnittswerte. Die tatsächlichen Kosten sind jedoch je nach Betreuungsintensität unterschiedlich. „Die Sätze bewegen sich zwischen 2100 und 5000 Euro pro Kind und Monat“, sagt Sozialreferent Vizebürgermeister Klaus Luger (SP). Dazu kommen Beiträge von Eltern. Ein Grund für die hohen Kosten ist, dass die Kinder und Jugendlichen in kleinen Einrichtungen untergebracht sind. Großheime gibt es nicht mehr.
Insgesamt betreute die Jugendwohlfahrt der Stadt Linz im vergangenen Jahr 4260 Kinder und Jugendliche. In 1454 Fällen schritt die Behörde ein, weil sie Meldungen von Nicht-Familienmitgliedern bekommen hatte. In nahezu 90 Prozent der Fälle stellte sich heraus, dass Handlungsbedarf gegeben war. Die Zahl der extremen Fälle habe nicht zugenommen, steigend sei aber die so genannte Wohlstandsverwahrlosung von Kindern aus gut situierten Familien, sagt Vizebürgermeister Luger.
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