„Bei der Mutter herrscht große Bestürzung über die vom Kindesvater gesetzte Plakataktion“, reagiert Günther Klepp, der Anwalt der Ex-Gattin auf die Plakat-Aktion. Das öffentliche zur Schau stellen von privaten Problemen müsse sich geradezu zwingend negativ auf die Kinder auswirken, so der Rechtsanwalt. Mit insgesamt 15 riesigen Plakaten versucht der Frisör auf seine Lage aufmerksam zu machen. „Ich bin Vater. Und ich will meine Kinder sehen“, ist darauf in großen Lettern zu lesen. Der geschiedene Vater will erreichen, dass er seine minderjährigen Kinder aus erster Ehe ungehindert besuchen kann.
Warum er den Weg über die Plakataktion gewählt hat? „Weil ich keinen anderen Ausweg mehr gesehen habe. Das ist der verzweifelte Versuch eines liebenden Vaters. Ich hoffe, dass nun die Kinder auf mich zukommen“, sagt er. Laut Klepp hat der Frisör seit Juli 2006 ein Besuchsrecht, das „eine sogenannte Besuchsbegleitung auf dem Boden des Kinderschutzzentrums“ vorsieht.
Unter der nun gesetzten Plakataktion leiden die Kinder, sagt der Anwalt: „Das lässt für die Zukunft Schlimmes befürchten. Vor allem bleibt abzuwarten, wie die Kinder diesen Eingriff in den höchstpersönlichen Privatbereich verarbeiten.“
Die insgesamt 15 Plakate werden derzeit entlang der Schulwege der Kinder angebracht. „Bis Ende dieser Woche sollte das passiert sein“, sagt der Vater. Die Mutter fühlt sich durch diese Aktion attackiert. Sie überlegt nun rechtliche Schritte.
Ich finde die Aktion gut und habe selber schon an diese Art des Protestes gedacht. Als von allen Institutionen "geächteter Vater" hat man keine andere Chance. Man glaubt man lebt im 1700 Jahrhundert und nicht im 21. Verbriefte Rechte "gemeinsames Sorgerecht" ist für getrennte Väter nicht wahrnehmbar und gegen den Mutterwillen ist kein Kontakt zu den Kindern möglich! Das Gesellschaftliche Denken muss sich ändern, daher sind solche Aktionen nur zu befürworten und zu unterstützen!
MFG Uwe Mühmel
Leider ist dies als sachliches Argument gesehen richtig, aber welche wirksamen Mittel hat ein Vater in der Realität?
Geld? Richtige und Fallspezifische Unterstützung juristische von einem engagiertem Rechtsanwalt? Wohl kaum, lieber von mittlerweile (Rechts-)erfahrenen entsorgten Vätern!
Institutionelle Hilfe? Zeitverschwendung, hilft mit der verstreichenden Zeit nur der Eltern-Kind-Entfremdung.
Die "Neuen Väter" sollen mehr Gefühl zeigen, aber hier will keiner die verletzten Gefühle des Vaters und seine Ausweglosigkeit sehen.
Es fehlt nicht an weiteren, neuen Gesetzen, sondern an Menschen mit entprechender Haltung, diese mit Verantwortung dem Kind gegenüber umzusetzen.
Allen Kindern Beide Eltern!
Die Kinder leiden nicht darunter, dass sich meist ihre Väter gegen die Willkür öffentlich wehren, sondern unter der Entfremdung, die von vielen Gerichten systematisch tolleriert wird.
Wir leben im Familienbereich nicht mehr in einem Rechtsstaat sondern in einer Bananenrepublik. Das gilt insbesondere für die Schweiz, Österreich und Deutschland.
Deswegen gehen am 4.12.2010 auch viele Blaue Weihnachtsmänner, Nikoläuse oder Samichläuse auf die Straße. Sie demonstrieren gegen die Willkür und Diskriminierung im Kindschaftsrecht.
Wieso werden die Kinder nur einem Elternteil zugesprochen? Weiso Unterhalt zahlen und nicht die Kinder betreuen?
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat das letzte Mal im Dezmeber 2009 Deutschland wegen der Diskriminierung von nicht ehelichen Vätern verurteilt.
Aber immer wenn die Kinder Weihnachten mit nur einem Elternteil Weihnachten feiern müssen ist es kalt und frostig, und der Weihnachtsmann bekommt ein blaues Gewand.
Blauer-Weihnachtsmann.de
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