Julia Viellehner von der LG Passau lief von Anfang an ein hohes Tempo. Experten zweifelten zunächst, ob die deutsche Läuferin die Geschwindigkeit durchhalten werde. Doch die Prognose, dass die 26-Jährige Heilerziehungspflegerin aus Bayern nach der halben Distanz nachlassen und die Favoritin aus Russland davonziehen werde, wurde nicht Wirklichkeit.
Julia Viellehner ist in der Laufszene freilich keine unbekannte Größe. Im vergangenen Jahr war sie bayerische Landesmeisterin im 10-Kilometer-Straßenlauf, ein Jahr davor wurde sie deutsche Vizemeisterin im Marathon. Erfolgreich ist sie zudem im Crosslauf und Triathlon. In Linz siegte Julia Viellehner über zehn Kilometer mit einer Zeit von 34 Minuten und 37 Sekunden. Die favorisierte Tatiana Vilisova lief mit 35 Minuten und 58 Sekunden als Zweite ins Ziel auf dem Linzer Hauptplatz.
Bei den Herren setzte sich Favorit Ivan Babaryka aus der Ukraine klar durch. Er legte die zehn Kilometer in 31 Minuten und 26 Sekunden zurück. Babaryka hatte seinen Läuferkollegen Gigla Zilbershtein aus Georgien zum Start in Linz überredet. Prompt wurde Zilbershtein mit 32 Minuten und 21 Sekunden Zweiter.
Sieger in Linz bekannt
Sieger Babaryka ist in Linz kein Unbekannter. Er wurde im vergangenen Jahr beim Sparkasse-Citylauf Zweiter, nachdem er im Jahr davor gesiegt hatte. Bekannt und erfolgreich ist er auch als Marathon-Läufer. „Er war schon mehrmals beim Linz-Marathon, einmal auch als Tempomacher“, sagt „Mister Linz-Marathon“ Ewald Tröbinger, dessen „Askö Tri Run Linz“ den Sparkasse-Citylauf zum 13. Mal organisierte.
Nach einem recht kalten Morgen waren die Bedingungen beim Start gut. „Die Sonne ist bald durchgekommen, sodass wir beim Start um 10.15 Uhr zehn Grad hatten“, sagt Organisator Tröbinger.
Der Lauf führte zunächst über die Landstraße bis zur Goethekreuzung, von dort zum Neuen Dom wieder retour auf den Hauptplatz. Über die Nibelungenbrücke ging es dann nach Urfahr, dort ostwärts nach Plesching und von dort zurück auf den Hauptplatz. (gsto)
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