Für diese so genannte Linie 4, die zu drei Viertel unterirdisch fahren soll, gibt es seit September 2010 ein Vorprojekt. Ende Jänner soll der Gemeinderat den Grundsatzbeschluss für das Projekt fassen. Die Baukosten werden derzeit mit 407 Millionen Euro beziffert. Laut dem Linzer Verkehrsreferenten Vizebürgermeister Klaus Luger (SP) gibt es mehrere Gründe für den Bau der zusätzlichen Straßenbahnachse: Die bestehende Straßenbahnverbindung durch die Innenstadt ist beinahe vollständig ausgelastet. Eine weitere Taktverdichtung sei dort nicht mehr möglich. Zudem ist die Innenstadt-Verbindung wegen Veranstaltungen relativ oft unterbrochen.
Und neue Wohnbauten wie etwa auf dem Areal der ehmaligen Landesfrauenklinik, am Winterhafen, in der Semmelweisstraße sowie die geplante Siedlung auf dem Gelände des alten Frachtenbahnhofs machen eine derartige Verbdindung ebenfalls sinnvoll. Dazu kommt, dass auch das Krankenhausviertel (AKH, UKH) durch die neue Linie 4 besser erschlossen würde.
Zur zweiten Straßenbahnachse gibt es allerdings nicht nur Zustimmung. Die „Initiative Nachhaltige Mobilität“ kritisiert zum Beispiel, dass die Linie 4 zum Großteil unterirdisch geführt werden sollte. „Wir lehnen die zweite Achse nicht grundsätzlich ab, aber aus Kostengründen wäre eine oberordische Lösung sinnvoller“, sagt Lukas Beurle, der Sprecher der Initiative. Beurle gibt auch zu bedenken, dass durch die neue Straßenbahnverbindnung die Trasse einer City-S-Bahn vom Mühlkreis- zum Linzer Hauptbahnhof verbaut würde. Die Landesregierung hat 2009 einen Beschluss für die City-S-Bahn gefasst. Laut diesem Beschluss würde der Bau der City-S-Bahn, die auf Eisenbahn-Normalspur fahren würde, 200 Millionen Euro kosten. Die neue Straßenbahnlinie im Osten von Linz würde das Zweifache kosten.
statt völlig überteuerter Straßenbahn. Statt dessen gehärt die Mühlkreisbahn endlich an den Hauptbahnhof angebunden. Und ist noch billiger als die U-Straßenbahn.
mir wäre auch eine s-bahn lieber, denn bei der Fahrweise der Linz AG wird mir immer schlecht, im Unterschied zur Fahrweise der ÖBB.
Da läuft was bei der Schulung schief 
In der geplanten Version ist dieses Projekt völlig sinnlos - warum? Zum einen sind die Kosten abartig hoch und in den nächsten Jahren ist dafür wegen der Budgetsanierungen bei Bund, Land und Stadt ohnehin kein Geld vorhanden. Zum anderen wird die Trasse der City-S-Bahn verbaut und damit die Mühlkreisbahn zum Tode verurteilt. Warum baut man nicht die jetzige Tramlinie ab dem Hauptplatz bis zum Volksgarten unterirdisch? Die zweite Trasse im Osten bliebe dann der City-S-Bahn vorbehalten, die dank Weiterfahrt bis Walding-Rottenegg um ein Vielfaches schneller und effektiver wäre. Es wird doch keiner glauben, daß Pendler mit der Tram bis zum Mühlkreisbahnhof fahren, dort umsteigen und warten, bis die Mühlkreisbahn weiterfährt. Warum können die oö. Politiker beim Verkehr nicht vernetzt denken und haben immer nur ein Brett vor dem Kopf? Dies betrifft auch den Westring.
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