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Linz-Budweis: Studieren und Forschen grenzenlos

LINZ. Die Kooperation der naturwissenschaftlichen Fakultäten Linz und Budweis wird weiter intensiviert. Gemeinsamen Studienfächern soll nun ein Forschungszentrum folgen.

Die Zusammenarbeit der Johannes Kepler Universität Linz und der südböhmischen Universität in Budweis entwickelt sich seit dem Jahr 2000 beständig weiter. Wurden anfänglich kleine naturwissenschaftliche Projekte gemeinsam realisiert, wird seit dem Wintersemester 2006/2007 ein universitätsübergreifendes Doppeldiplombachelorstudium in Biologischer Chemie angeboten. 65 Studierende haben seitdem die gänzlich in Englisch abgehaltenen Lehrveranstaltungen besucht. Der innovative Aufbau dieses Studiengangs ermöglicht den Studierenden neben der fachspezifischen Ausbildung, das Kennenlernen gleich zweier Kulturen. Je 50 Prozent der Kurse sind an den beiden Standorten Linz und Budweis zu absolvieren. Da im Juli die ersten sechs Studenten ihr Bachelorstudium abschließen konnten und im September weitere folgen werden, beginnt mit Oktober der erste grenzüberschreitende Masterstudiengang.

Premiere für Österreich

Um die wissenschaftliche Zusammenarbeit der beiden Universitätsstandorte weiter auszubauen, wird an der Errichtung eines gemeinsamen Forschungszentrums für Biologische Chemie gearbeitet. Die Forschungsgeräte werden an der JKU Linz angesiedelt und stehen auch den Kollegen der Partneruniversität zur Verfügung. Ein Forschungszentrum von zwei Ländern stellt eine österreichische Premiere dar.

Wann das neue Forschungszentrum eröffnet werden kann, ist jedoch noch unklar, sagte Norbert Müller, Professor für Organische Chemie an der JKU Linz. Auf tschechischer Seite seien noch juristische Details zu klären.

Kofinanziert werden diese universitären Kooperationsprojekte durch Geldmittel des INTERREG 4-Programmes Europäische Territoriale Zusammenarbeit (ETZ).

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Artikel 08. September 2010 - 00:04 Uhr
Bild vergrößern Johannes Kepler Universität

Kepler-Uni Linz  Bild: Weihbold

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