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„Unsere neue Forschungsarbeit ist sensibler als das NS-Projekt“

LINZ. Ein bisher erst wenig wissenschaftlich bearbeitetes Kapitel der Zeitgeschichte erforschen die Mitarbeiter des Archivs der Stadt Linz: die Geschichte von Linz in der demokratischen 1. Republik und im Ständestaat (1918 bis 1938).

Das Archiv der Stadt Linz hat in Österreich und auch im Ausland einen hervorragenden Ruf für die umfassende Erforschung der Geschichte von Linz in der Ära des Nationalsozialismus.

Nun bearbeiten die Mitarbeiter des Stadtarchivs erneut ein heikles Kapitel der heimischen Zeitgeschichte. „Unsere neue Forschungsarbeit ist sensibler als das NS-Projekt, da die politischen Linien von damals ja heute in Form von SP, VP und FP weiterexistieren“, sagt Walter Schuster, Historiker und Leiter des Archivs der Stadt Linz.

Wesentliche Quellen für die Forschungsarbeit sind die damaligen oberösterreichischen Tageszeitungen Tagespost (Vorgängerin der Oberösterreichischen Nachrichten), Tagblatt und Volksblatt. „Wir werten diese unterschiedlich orientierten Zeitungen umfassend aus“, sagt Archiv-Chef Schuster.

Warum kippte Demokratie?

Für den Wissenschafter Schuster besonders spannend ist die Untersuchung der Entwicklung weg von der Demokratie: Wie war es möglich, die Demokratie so stark zu destabilisieren? Wie kam es dazu, dass die Lage kippte? Wie verhielten sich damals überzeugte Demokraten? Was war in der 1. Republik anders als heute?

Speziell untersuchen Schuster und seine Mitarbeiter auch das damalige Verhältnis zwischen der sozialdemokratisch dominierten Stadt Linz und dem konservativ geführten Land. Analysiert wird auch die Entwicklung von Linz im Vergleich zu Graz und Salzburg.

„Wie waren dort die politischen Verhältnisse und wie wirkten sich diese auf die Auseinandersetzungen auf der Straße aus?“, fragt Schuster. Er vertritt die These, dass das Linzer und das oberösterreichische Klima in der Zwischenkriegszeit gemäßigter war als in anderen Städten: „In Linz wirkte sich damals vielleicht positiv aus, dass es hier keine Universität gab, so dass es weniger politische Radikalisierung durch deutschnationale Burschenschaften und den Cartellverband gab. Die antisemitischen Ausschreitungen hatten ja vor allem an den Universitäten stattgefunden.“

Einschnitt: 12. Februar 1934

Grundlage für die neue Forschungsarbeit ist ein Antrag der Grünen im Linzer Gemeinderat, dem alle Parteien zustimmten. Anlass für den Vorstoß der Grünen war der 75. Jahrestag der bürgerkriegsähnlichen Zusammenstöße vom Februar 1934. Linz war damals ein Zentrum der Kämpfe.

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Alles schon dagewesen ....... · von Pilatus (10222) · 31.08.2010 17:31 Uhr

Wie war es möglich, die Demokratie so stark zu destabilisieren?

...................

Ja, diese Frage werden sich auch die heutigen Politiker stellen müssen, speziell jene von der ÖVP, die reine Klientelpolitik für ihre Beamten und Bauern betreiben, dies aber alles den Hacklern zahlen lassen.

Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht, das sollte sich besonders Pühringer merken, dessen Schuldenpolitik die Basis für Unzufriedenheit und Beamtenhass werden könnte.

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und wer zahlt den Schwachsinn?? · von funfunfun (790) · 31.08.2010 17:17 Uhr

wenn interessiert das noch oder wer braucht das jetzt - haben wir keine anderen probleme?

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@funfun: Wer die Geschichte nicht kennt, … · von herbertw (13567) · 31.08.2010 17:24 Uhr

…, wird niemals aus ihr lernen können.
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Leute, wie dich, muss man sogar zwangsverpflichten, die Geschichte zu kennen. Denn Leute wie du haben keine Ahnung, warum ihr heute das gleiche Kanonenfutter für Volksverführer darstellt wie die Menschen in den 30ern des vorigen Jahrhunderts.
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Übrigens: nur Babies leben ausschließlich in der Gegenwart. Ich hoffe, du unterscheidest dich intelligenzmäßig von einem Neugeborenen! Oder?

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Artikel 31. August 2010 - 00:04 Uhr
Von Erhard Gstöttner
Bild vergrößern „Unsere neue Forschungsarbeit ist sensibler als das NS-Projekt“

12. Februar 1934, das Ende der Demokratie in der Zwischenkriegszeit: Bundesheer vor der Linzer SP-Zentrale (Landstraße 36)  Bild: Archiv der Stadt Linz

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