OÖN: Herr Kollingbaum, warum wehrt sich Asten so gegen das geplante Schotterwerk an der Gemeindegrenze zwischen Linz und Asten?
Kollingbaum: Punkt eins: Wir haben in 300 Meter Entfernung die erste Siedlung. Weil wir zu 80 Prozent Westwind haben, geht der Großteil des Staubes an unsere Anrainer. Zweitens ist das Gebiet für uns ein Naherholungsraum. Es gibt dort den Pichlingersee, 20 Meter am geplanten Schotterwerk führt der EU-Wanderweg Donausteig vorbei, das Natura-2000-Schutzgebiet grenzt direkt an. Drittens ist in Asten der nächste Autobahnanschluss, der Großteil der täglich 200 Lkw-Fahrten wird durch unser Gemeindegebiet führen. Wenn hier die Schottergrube errichtet wird, wird ein Paradies zerstört.
OÖN: Was würde die Schottergrube für Asten bedeuten?
Kollingbaum: Wenn man an dieser Stelle ein Schotterwerk errichten darf, dann darf man es überall. Dann ist Asten bald umzingelt von Schotterwerken. Es dürfte beim Land sehr starke Interessen dafür geben.
OÖN: Welche Möglichkeiten hat die Gemeinde?
Kollingbaum: Die Gemeinde sehr wenig, weil das Werk auf dem Gebiet der Stadt Linz liegt. Aber unsere Anrainer haben Parteienstellung im MinRoG-Verfahren (bei dem entschieden wird, ob es für das Schotterwerk ein Allgemeininteresse gibt, Anm.). Die Gemeinde stellt ihnen einen Anwalt zur Verfügung. Da geht’s um unsere Zukunft. Rund um Linz gibt es schon genug Schottergruben. Ich finde interessant, dass es im gesamten Naturschutzverfahren zwar um Flora und Fauna geht, der Mensch kommt aber kein einziges Mal vor. In der Landesregierung tut niemand was für uns. Wir haben dem Landeshauptmann im Vorjahr 4000 Unterschriften übergeben. Das ist alles Schall und Rauch.
OÖN: Der Betreiber sagt, er sorgt für Lärmschutz- und Umweltmaßnahmen.
Kollingbaum: Er will zum Beispiel drei Meter hohe Bäume pflanzen. Die sind in 13 Jahren zwölf Meter hoch. Da nützen sie uns nichts mehr, da wird die Grube geschlossen. Das ist alles an den Haaren herbeigezogen. Man kann ein Schotterwerk nie so schützen, dass es keine Belastungen gibt.
OÖN: Das Schotterwerk soll 25 Arbeitsplätze bringen.
Kollingbaum: Im ersten Gespräch hat der Betreiber von maximal zehn gesprochen. Das ist für mich nicht überprüfbar. Außerdem geht es um die Frage, was dort wirklich in welcher Umgebung passiert.
OÖN: Bei den Behördenverfahren fällt auf, dass die Stadt Linz gegen das Projekt entscheidet und das Land dafür.
Kollingbaum: Die Stadt hat sich klar dagegen deklariert, das Land ist dafür. Anscheinend sind die Gutachter der ersten Instanz nicht so gut wie die Gutachter der zweiten.
Asten und Paradies passen nicht zusammen.
Asten und Marchtrenk sind der Schrecken jedes Stadtplaners.
Wem stören da schon ein paar Schottergruben, wenn man auch aus Asten auch wegziehen kann?
Hiesl wird seinem Parteifreund Glisic schon die Rutsche legen ..........so nach dem Motto: manus manum lavat.
Erneut zwei Fälle von Neffentrick in Oberösterreich
Schuldsprüche für alle Angeklagten im Kärntner Hypo-Prozess
Erstes Monte Carlo-Training abgebrochen
Zehn oberösterreichische Bezirksgerichte werden geschlossen
Song Contest: Indianer und Roboter im zweiten Halbfinale