Anfang der Achtzigerjahre waren Umweltschützer Exoten. So genannte Realpolitiker, Manager und Gewerkschaftsbosse stempelten die Umweltaktivisten damals als Arbeitsplatzvernichter und weltfremde Spinner ab.
Eine derart abgestempelte Gemeinschaft war die Bürgerinitiative „Linzer Luft“. Neben dem mittlerweile schon langjährigen Steyregger Bürgermeister Josef Buchner, einem ehemaligen Sozialdemokraten, machte die „Linzer Luft“ Druck, damit die Luft im Linzer Großraum endlich besser werde.
Das war nicht einfach und mit harten Konfrontationen verbunden. Die Chefs der Voest und der damaligen Chemie-Linz machten viel Druck gegen die Umweltschützer. Der von 1969 bis 1984 amtierende Linzer Bürgermeister Franz Hillinger (SP) offenbarte in seiner unbekümmert forschen Art, was er von Umweltschutz hielt. „In der Sahara staubt’s auch“, kommentierte Hillinger die starke Staubbelastung in Linz.
In diesem politischen Klima gründete Alois Stabauer, ein ehemaliger SP-Funktionär, die Bürgerinitiative. Treffpunkt der Gruppe war übrigens das (heute nicht mehr existierende) Gasthaus „Wilder Mann“ in der Goethestraße.
Wieder hohe Belastung
Mittlerweile ist die Linzer Luft zum Glück viel besser. Die Industrie hat sehr viel investiert, nicht zuletzt auf Druck des seinerzeitigen Linzer Umweltstadtrates Josef Ackerl (SP).
„Jetzt haben wir einander wiedergetroffen“, sagt der Deutschprofessor Konrad Thamm, einst Aktivist der „Linzer Luft“-Bürgerinitiative und beruflich mittlerweile im Ruhestand. Anlass des Treffens war nicht der Austausch von Erinnerungen, sondern der aktuelle Zustand der Linzer Luft.
„Es ist sehr viel geschehen, aber die Belastung mit Feinstaub und Stickoxiden ist sehr hoch“, sagt Thamm. Um mehr Aufschlüsse zu bekommen, wird jetzt an 20 Stellen ein Jahr lang die Stickoxidbelastung gemessen. „Doch diese Messstellen sind durchwegs in der Innennstadt. Warum wird gerade dort gemessen? Wo jedoch der Großteil der Linzer wohnt, dort wird nicht gemessen“, kritisiert Thamm.
Die Bürgerinitiative "Linzer Luft": Habe mir nicht gedacht, dass es die noch gibt. Es gibt eben auch in Linz doch noch Menschen, die Ihren Prinzipien treu bleiben.
SCHÖN! ..und DANKE für EURE hervorragende Arbeit in den 80 und 90 igern. Heute lässt sich manch ein Politiker durch Eure Leistungen den Bauch pinseln!
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Die geplante Platzierung der 20 NO 2 - Messtellen (die übrigens um ca. EUR 100/Stück sehr günstig sind) ist OMINÖS!
Nämlich NUR im Zentralraum. Bindermichl, Dornach, Auhof, Keferfeld, Auwiesen und Hafen, dort wo viel mehr Menschen leben, wird lieber NICHT gemessen, und das hat ganz sicher einen Grund: Ich vermute einen Vertuschungs-Grund. Neugierig? http://www.linz.at/presse/2010/201008_52759.asp - Plan anschauen.
...die geplante Trasse der Westringautobahn gedanklich drüberlegen.
WELCHE Stadtteile würden durch die A26 Autobahn belastet?
Dort ist keine Messtelle geplant: Somit können nach dem Bau der A 26 KEINE Referenzwerte als Vergleich herangezogen werden.
Verschwörungstheorie??? Wer weiß wer weiß.
sind ein wichtiges Regulat zur offiziellen Politik, weil sie VOR- und NACHDENKEN!
Nicht auszudenken, wie es in LINZ noch immer stinken würde ! Daher BI's generell besser in den demokratischen Entscheidungsfindungsprozess integrieren, ernst nehmen und positionell stärken ist ein Gebot der Stunde !
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