Der Internationale Welt-Aids-Kongress tagt zurzeit erstmals in Wien. Leider sind die HIV-Neuinfektionen wieder erschreckend hoch, und es bedarf noch einer immensen Aufklärungsarbeit, um wirklich alle über sämtliche Risiken und Verhütungsmöglichkeiten aufzuklären. In Linz haben sich die Peer-Groups an Schulen zur Aids-Aufklärung sehr bewährt – nach dem Motto: „Gleichaltrigkeit schafft Glaubwürdigkeit.“
Ilse Surenjan, Lehrerin an der HBLW Landwiedstraße, weiß, dass gewisse Inhalte unter Gleichaltrigen leichter verständlich und ohne Peinlichkeiten vermittelt werden können. So auch die richtige Anwendung von Kondomen. Ausschlaggebend für die Installierung dieser Peer-Groups an Schulen war Beatrix Unger, Direktorin der Kreuzschwesternschule. Beim Jugendrotkreuz und der Aidshilfe OÖ erhalten die ehrenamtlich tätigen Helfer die notwendige Ausbildung zum Aids Peer.
Für das langjährige ehrenamtliche Engagement dieser Aufklärungsarbeit verlieh bereits 2008 Bundesministerin Claudia Schmied das Bundesehrenzeichen an Unger und Surenjan.
Fünf Schülerinnen und Schüler pro Jahr und Schule erbringen diese Zusatzleistungen in ihrer Freizeit. „Diese jungen Menschen sind voll ehrenamtlich und mit totalem Einsatz dabei und geben gerne ihr Wissen um Risiko, Verhütung, Testung und Beratung an ihre Mitschüler weiter“, lobt Surenjan die Schülerinnen und Schüler. (fp)
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