Das letzte Wort in dieser Frage hat das Bundesdenkmalamt, weil die desolate Brücke unter Schutz steht. Doch dort wird noch immer geprüft: Ein Gutachter untersucht jenes Gutachten der Technischen Universität Wien, wonach die Eisenbahnbrücke nicht mehr sanierbar sei und nur noch bis Ende 2012 benützt werden könne.
Doch nicht wie geplant Anfang Juli, sondern erst einen Monat später wird es eine Entscheidung geben – aufgrund von Zusatzrecherchen und Urlauben. „Wir werden Vorschläge erarbeiten, wie man die Brücke doch noch erhalten kann“, kündigt Richard Wittasek an.
Tragfähigkeit überprüft
Der Leiter der Abteilung Technische Denkmäler im Wiener Denkmalamt will etwa prüfen lassen, welche Nutzungsformen möglich sind und ob die Tragfähigkeit für eine eventuell querende Straßenbahn ausreicht. Wie berichtet planen die Linz Linien eine Donauquerung für die zweite Linzer Straßenbahnachse in diesem Bereich.
Vizebürgermeister Luger nimmt die neuerliche Verzögerung zur Kenntnis: „Die drei Wochen werden wir auch noch Zeit haben. Aus Sicht der Stadt muss der September der Monat der Entscheidungen werden.“ Denn selbst wenn über Sanierung oder Neubau entschieden sei, bleibe die Frage, wer die Brücke benutze. Weder Brückeneigentümer ÖBB, die mit der Mühlkreisbahn die Brücke verwenden, noch das Land, das City-S-Bahn und Regioliner formal beschlossen hat, haben über die weitere Vorgangsweise entschieden.
Neubau dauert vier Jahre
Das Problem: Je später die Entscheidung, umso länger wird der Zeitraum, in dem die täglich 16.000 Autofahrer auf die Brücke verzichten müssen. Ein Neubau braucht inklusive Planung und Behördenverfahren vier Jahre Zeit, auch die Sanierung der Brücke wird anspruchsvoll und zeitintensiv.
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