„Wir brauchen in Linz mehr Raum, um das Miteinander der Kulturen zu fördern“, begründet Grünen-Fraktionschefin Gerda Lenger das „Haus der Kulturen“, das die Partei bereits seit Jahren fordert. Gemeinsam mit dem Integrationspaket soll diese Forderung im Gemeinderat nächste Woche mit den Stimmen von SP und Grünen der Verwirklichung ein Stück näher rücken.
Die Grünen stellen sich unter dem Haus der Kulturen eine Art Treffpunkt vor, an dem Migrantenvereine einander begegnen, Sitzungen abhalten, Ausstellungen organisieren und Feste feiern können. „Das Haus soll aber für alle offen sein“, betont Lenger.
Vor allem das Feste-Feiern stellt die Migrationsvereine derzeit vor Probleme, sagt Ilfad Husic, Vorsitzender des Linzer Migrations- und Integrationsbeirates: „Die Volkshäuser sind an den Wochenenden monatelang ausgebucht.“ Und: Keines fasse mehr als 300 Personen. „Große Vereine, die 800 bis 900 Familien als Mitglieder haben, bekommen da Schwierigkeiten.“
Klaus Luger, SP-Migrationsstadtrat, sieht das Haus der Kulturen vor allem als Veranstaltungszentrum. „Wir haben im Bereich von Veranstaltungen für 1000 bis 1500 Besucher eine Angebotslücke“, sagt er. Gerade private Vereine könnten sich Orte wie das Design-Center oder das Brucknerhaus nicht leisten.
Tabakfabrik vorstellbar
Gemeinsam mit dem neuen Sozialprogramm soll bis Ende 2011 ein Konzept für das Haus der Kulturen entwickelt werden. Dann muss eine geeignete Liegenschaft – nicht im Wohngebiet, aber öffentlich gut erreichbar – gefunden werden, so Luger: „Das wird erfahrungsgemäß nicht leicht.“ Die Tabakfabrik sei denkbar, wenn es mit dem gerade erstellten Konzept zu vereinen sei. Er wünscht sich, das Haus bis zum Ende der Gemeinderatsperiode 2015 eröffnen zu können. Noch ist es aber nicht mehr als eine Absichtserklärung.
Kein gutes Haar lässt wie berichtet die VP an diesem Integrationsprojekt. Sie will stattdessen die 56 Pflichtschulgebäude der Stadt verstärkt für Integrationsprojekte öffnen.
Braucht's auch nicht! Seit dem Rauchverbot, geht doch eh niemand mehr zu Volkshaus- Veranstaltungen
Luger würde ich einmal raten, die alten Veranstaltungsdaten mit den aktuellen zu vergleichen. Es finden mittlerweile einige traditionelle Veranstaltungen nicht mehr statt.
Die Sache mit der "Volkshausauslastung" sollte sich also erledigt haben
Könnte es sein, dass die "Integrierten" nicht in die Räume von "Ungläubigen" gehen wollen und deshalb Quasi-Moscheen fordern? 
Ein Veranstaltungshaus für MigrantInnen-Vereine zu bauen und zu unterhalten ist so ziemlich das Gegenteil von umsichtiger Integrationspolitik.
Ich teile die Auffassung von Klaus Luger, dass es für Nonprofit Vereine einen Veranstaltungsort für 1000- 1500 Personen geben müsse - zu leistbaren Konditionen - aber nicht Migrantinnen, Religionen, Clubs etc gewidmet, sondern für alle.
Ansonsten gibt es die Volkshäuser, die es bei Bedarf zu erweitern gilt - offen für alle.
Unabhängig davon ist aber nach den Kosten zu fragen. Warum sollten die Steuerzahler dafür zahlen, dass Vereine Bälle und Promotion Shows durchführen? Wäre es da nicht günstiger, Vereinen einen Zuschuss zu geben, damit sie sich Proberäume im neuen Musiktheater oder eben das Design-Center leisten können?
In Linz fällt vielen immer nur ein: Wir brauchen ein Haus. Von den Grünen hätte ich etwas mehr "Nachdenken" erwartet.
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