Ende April ist das neue Seniorenheim in Linz-Pichling mit 64 Pflegeplätzen fertig. Doch nur 32 Menschen können, wie berichtet, vorerst einziehen. Ursache: Personalmangel.
Um den Mangel, den es in vielen Landesteilen gibt, auszugleichen, bietet die Stadt Linz mit dem AMS Kurse an. Anfang Juli wird ein Kurs für 20 Pflegehelferinnen fertig. Am 19. April beginnt ein Kurs für 30 Teilnehmer(innen) zur Ausbildung zum/r Altenfachbetreuer(in), die neuerdings Fachsozialbetreuer(innen) genannt werden.
„Diese Arbeitskräfte sollen grundsätzlich in Seniorenheimen arbeiten. Aber wir können niemandem verbieten, in einem Spital zu arbeiten. Zudem gibt es auch eine starke Nachfrage von anderen Seniorenheimen“, sagt der Linzer Sozialreferent Vizebürgermeister Klaus Luger (SP).
Zu wenig Geld
Ein gravierendes Problem bei der Ausbildung sei eine vor einigen Jahren erfolgte Änderung, sagt Luger. Die Ausbildung sei seither nicht mehr berufsbegleitend möglich. „Die Kursteilnehmer haben somit kein Gehalt, sondern bekommen nur ein Taschengeld von 300 bis 400 Euro pro Monat“, sagt Luger.
Groß ist der Andrang zur Ausbildung zur Diplomkrankenschwester und zum Diplomkrankenpfleger. Doch regelmäßig müssten gut geeignete Bewerber abgewiesen werden, weil es zu wenig Ausbildungsplätze gebe, sagt Luger: „Das Land müsste mehr Ausbildungsplätze zahlen.“
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