Der Landesbeamte Julius Stieber (43) wird am 1. Mai neuer Kulturdirektor der Stadt Linz. Besonders heftig kritisieren die Linzer Grünen diese Entscheidung. Die SP würde sich damit von der Kulturpolitik abwenden, sagt Severin Mayr, der neue Chef der Linzer Grünen: „Die SPÖ gibt nach ihrer Zustimmung zur Stadtwache ein zweites Mal innerhalb kürzester Zeit ihre politischen Positionen auf und fällt damit abermals um.“
Stiebers Bestellung widerspreche dem Linzer Frauenförderungsprogramm, sagt Stadträtin Eva Schobesberger (Grüne). Rainer Zendron, Urgestein der freien Kulturszene und Vize-Rektor der Linzer Kunst-Universität, kritisiert ebenfalls, dass keine Frau zum Zug kommt: „Ich bin enttäuscht, ja sogar entsetzt, dass bei so vielen qualifizierten Bewerberinnen die Geschlechterungleichheit weiter gestärkt wird.“
Dobusch: „Ungehörig“
Fachlich gilt der künftige Linzer Kulturdirektor Stieber freilich als sehr gut. Auch die Kritiker loben die Kompetenz des studierten Germanisten und Historikers, der das Kulturleitbild des Landes maßgeblich mitentwickelte.
Der Linzer Bürgermeister Franz Dobusch (SP) stellt sich vor seinen künftigen Beamten: „Stieber ist der Erstgereihte. Also habe ich mich daran gehalten.“ Dass sich die Linzer SPÖ mit der Bestellung Stiebers von der bisherigen Kulturpolitik verabschiede, kommentiert Dobusch grimmig: „Das ist völliger Nonsens. Es ist ungehörig, Stieber in ein Eck zu stellen, wo er nicht hingehört.“
Die Kulturpolitik lege nicht der Kulturdirektor fest, sagt Dobusch: „Der Kulturdirektor gestaltet mit. Für jede etwas wichtigere Entscheidung braucht man den Stadtsenat und den Gemeinderat.“
Für den höchsten Kulturbeamtenposten der Stadt Linz hatten sich 19 Frauen und 14 Männer beworben. Nach dem Hearing, zu dem zwei Frauen und ein Mann geladen waren, entschied Bürgermeister Franz Dobusch (SP), wie berichtet, für Stieber.
Vorbehaltlich dessen, dass Schobesberger und Zendron nicht sinnverändernd verkürzt zitiert wurden: Ich verstehe deren Ärger darüber, dass neuerlich eine wichtige Position männlich besetzt wurde. Da Stieber wenigstens fachlich einwandfrei ist, bleibt für mich nur eine Frage über: War Stieber der beste aller KandidatInnen oder gab es ihm gleichwertige Bewerberinnen? Träfe Letzteres zu, dann sollte dies auch deutlich gesagt werden. Und was die Angst vor dem kulturpolitisch verlängerten Arm des Landes in Gestalt des Julius stieber anlangt, so wüsste ich gerne, was Eva Schobesberger mit Stieber als Kulturdirektor befürchtet. Dass LinzKultur zur Dependance der Landeskulturdirektion wird? Mich nervt das
Ratespiel: was wird Stieber wohl anrichten?
Und: so toll ist die Kulturpolitik in Linz
im Vergleich zum Land auch nicht, dass ich
jetzt Angst vor einem hätte, der von einer
Einrichtung kommt, wo z.B. die Literaturförderung besser angeschrieben ist als bei der Stadt.
unabhängig vom Geschlecht. Offenbar gibt es Emanzen, für die nur wichtig ist, dass es eine Frau ist - alles andere ist zweitrangig. Solchenen würde ich raten sich im Bedarfsfall unbedingt von einer Frau behandeln der operieren zu lassen, selbst wenn die nicht so gut wie ein Mann sein sollte. Fällt mir dazu übrigens noch ein passender Witz ein. Eine Emanze besucht eine Kunstaustelllung. Danach wird sie gefragt, wie ihr die Bilder gefallen haben.
"Ach, einfallslos, flach, nichtssagend...typisch männlich halt!" Darauf der Fragesteller: "Aber das hat ja gar kein Mann gemalt, sondern die Frau XYZ, nur geht das aus der Signatur nicht hervor.
Darauf die Emanze: "Eigentlich sind die Bilder sehr fantasievoll, einfühlsam und brilliant in der Technik ! Typisch weiblich eben. Ich hoffe, dass man diese hervorragende Künstlerin auch finanziell dementsprechend unterstützt, damit sie in dem chauvinistisch männlichen Kunstmafia betrieb nicht weiter diskriminiert wird.
Da gibt es einen Bewerber, dessen fachliche Kompetenz anscheinend selbst bei seinen Kritikern unbestritten ist und dann soll der einzig und allein aufgrund seines Geschlechts den Job nicht bekommen?!
Ist das nicht Diskriminierung aufgrund des Geschlechts?!
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