Von 1988 bis zumindest 2005 haben fünf Aufzugsfirmen in Österreich Preise manipuliert. Das hat der Oberste Gerichtshof bestätigt. 75 Millionen Euro Geldbuße musste das so genannte Liftkartell an die Republik Österreich zahlen. Denn die Anschaffungskosten seien um 22 Prozent und die Wartungskosten um 25 Prozent überhöht gewesen.
Jetzt fordern Geschädigte Schadenersatz. Bis zum Stichtag 5. Februar haben führende Wohnbauträger in Oberösterreich geklagt. Sie verlangen rund 20 Millionen Euro zurück. Auch die Stadt Linz und städtische Linzer Firmen haben Klagen eingebracht. Insgesamt geht es hier um 6,4 Millionen Euro.
Die Stadt Linz will 2,6 Millionen Euro zurück, für Lifte der Stadt, im Allgemeinen Krankenhaus (AKH), den Seniorenzentren, der städtischen Immobiliengesellschaft sowie privater Subventionsempfänger, die ihre Ansprüche an die Stadt Linz abgegeben haben.
GWG will 2,5 Millionen
Auch die stadteigene Linz AG hat Klage eingebracht. Sie fordert vom Liftkartell 1,3 Millionen Euro zurück. Ebenso geklagt hat die städtische Wohnungsgesellschaft GWG. Sie fordert rund 2,5 Millionen Euro zurück.
„Es geht hier um das Geld der Mieter, das diesen wieder zugutekommen soll“, sagt GWG-Aufsichtsratschef Vizebürgermeister Klaus Luger (SP). Außer der Stadt Linz haben auch Städte wie Innsbruck, Salzburg und Graz das Liftkartell geklagt. (gsto)
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