Mehr als 100 Äpfel-, Birnen- und Kirschensorten haben Projektleiter Rainer Silber und seine Mitarbeiter „identifiziert“. Diese waren oder sind noch heimisch, aber praktisch unbekannt.
Über den Umweg der Kinder startet das vorerst auf zwei Jahre angesetzte Projekt des Regionalverbandes Mostlandl-Hausruck. Mit einem Kreativwettbewerb an Schulen in der Umgebung kommen die meisten Kinder zum ersten Mal in Kontakt mit alteingesessenen Obstsorten.
„Die Schülerinnen und Schüler bis zum zwölften Lebensjahr sind aufgerufen, eine Geschichte zu schreiben oder ein Bild zu malen, bei dem ursprüngliche Obstsorten eine zentrale Rolle spielen“, sagt Silber. Im April erfolgt bei der Mostkost in St. Marienkirchen die Siegerehrung.
Im Herbst fungieren die Kindergartenkinder als „Testpiloten“. Sie können sich durch verschiedene alte Obstsorten kosten und ihre Lieblingssorte definieren. Dann wird ein Baum dieser Sorte im jeweiligen Kindergarten gepflanzt.
Dazu wurden bereits fünf Baumschulen gefunden, die für Käufer die Obstsorten veredeln und dann ein Jahr im Topf ziehen. „Damit versuchen wir auch in den Baumschulen das Interesse an den heimischen Sorten neu zu wecken“, sagt Silber. 2011 soll das Projekt mit einem großen oberösterreichischen Obsttag vorläufig enden.
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