Andrea Heitz’ Gedicht ist sehr persönlich. Es ist ihrem verstorbenen Vater gewidmet. Es geht unter die Haut. Unter die Haut gegangen sein dürfte es auch den Juroren des XII. Gedichtwettbewerbs der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte. Unter rund 10.000 Einsendungen wurde das Gedicht der 36-jährigen Puckingerin unter die besten 100 gereiht und ist in einem Sammelband samt Hörbuch erschienen.
So ganz gerechnet hatte die Personalentwicklerin der Linz AG und Mutter eines dreieinhalbjährigen Sohnes nicht damit. Zwei Mal hatte sie schon am Wettbewerb teilgenommen, war ihr Gedicht auch veröffentlicht worden. Diesmal unter den besten 100.
Dahinter steckt viel Arbeit. Geschrieben hat Andrea Heitz schon als Jugendliche gern. Studierte dann jedoch BWL, ging in die Wirtschaft. „So um die 30 ist das Thema dann aber wieder aufgetaucht“, erzählt sie. „Da gab es einige Situationen in meinem Leben, die ich mit Schreiben verarbeitet hab.“
Von BWL zur Lyrik
Das entwickelte sie weiter. Absolvierte den Fernlehrgang Lyrik der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte, besuchte Seminare. Seit 2007 ist sie Mitglied der größten österreichischen Schreibwerkstatt, „Promotheus“, die sich regelmäßig zum gemeinsamen Schreiben trifft.
„Es fällt mir leicht und macht total Spaß“, sagt die Puckingerin. Nachsatz: „Aber ich muss auch nicht davon leben.“ Auch wenn das natürlich wie bei jedem Kreativen der Traum wäre. Doch so realistisch sei sie, dass sie wisse, dass sie sich mit der Lyrik in einer Nische der Schriftstellerei bewege. Aber nicht im Eck.
Derzeit läuft der XIII. Gedichtwettbewerb. Hobbyautoren können bis 30. April kostenlos teilnehmen. Infos: www.gedichte-bibliothek.de
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