„Das Wohnheim wird abgerissen, sobald es frei ist“, sagt Vizebürgermeisterin Christiana Dolezal, die Aufsichtsratschefin der städtischen Seniorenzentren-Gesellschaft. Derzeit dient das siebenstöckige Gebäude auch als Ausweichquartier für ehemalige Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenheims der Kreuzschwestern an der Linzer Stockhofstraße, das neu gebaut wird. Nach dem Abbruch des städtischen Wohnheims an der Muldenstraße sei vorerst kein Neubau an dieser Stelle vorgesehen, sagt Vizebürgermeisterin Dolezal.
Senioren-Wohnheime wie jenes in der Muldenstraße seien überholt, lautet eine Begründung. Denn die mobilen Betreuungsdienste ermöglichen vielen Senioren das Verbleiben in ihren Wohnungen. Zudem gibt es betreubares und betreutes Wohnen. Linz hat bei diesen Formen allerdings Aufholbedarf.
Neues Heim in Pichling
Das von Fritz Fanta und Alfred Harringer geplante Wohnheim an der Muldenstraße wurde 1963 eröffnet. „Renovieren zahlt sich nicht aus. Die Bausubstanz ist nicht gut. Ein Umbau in ein Pflegeheim wäre sehr schwierig, da die Zimmer klein sind“, sagt Vizebürgermeisterin Dolezal.
Bei den Pflegeheimen setzt die Stadt indes ihr Ausbauprogramm fort. Im Frühjahr wird das Seniorenzentrum Pichling eröffnet, das 64 Menschen Platz bietet.
Für den Bau eines städtischen Pflegeheims in der Liebigstraße im Franckviertel laufen die Vorbereitungen. Das Heim soll 120 Bewohnerinnen und Bewohnern Platz bieten und 2015 fertig sein.
Derzeit betreibt die Stadt Linz acht Seniorenheime mit Plätzen für 1218 Bewohnerinnen und Bewohner. Dazu kommen sieben Seniorenheime privater Betreiber mit Platz für 858 Menschen. Für die kurzzeitige Pflege betagter Menschen gibt es in Linz derzeit 58 Plätze.
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