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SP und VP gegen City-Maut in Linz: Schädigt Handel

LINZ. Gegen Überlegungen, in Linz eine City-Maut einzuführen, wehren sich SP und VP. „Eine City-Maut würde den Handel in der Innenstadt schädigen“, sagen rote und schwarze Stadtpolitiker. Umweltstadträtin Eva Schobesberger (Grüne) will vor einer Festlegung eine Studie abwarten.

Fachleute der Stadt Linz untersuchen derzeit im Auftrag der Umweltstadträtin, ob eine City-Maut oder Umweltzonen für die Linzer Luftqualität besser seien. In den Umweltzonen dürften nur Autos mit umweltschonender Technik fahren.

Für SP und VP ist bereits klar: Eine City-Maut wäre schlecht. „Eine City-Maut hätte negative Auswirkungen auf den Handel in der Innenstadt und würde mehr Verkehr rings um das Stadtzentrum verursachen“, begründet Verkehrsreferent Vizebürgermeister Klaus Luger (SP) seine Ablehnung.

„Eine City-Maut oder eine Parkgebührenerhöhung wäre eine Gratiswerbung der Stadt Linz für die Einkaufszentren vor den Toren der Stadt“, sagt Wirtschaftsstadträtin Susanne Wegscheider (VP). Der wirtschaftliche Druck auf den kleinstrukturierten innerstädtischen Handel durch die Anbieter an der Peripherie würde noch stärker, sagt Wegscheider.

Zweckwidmung abgeschafft

Stadträtin Wegscheider kritisiert, dass SP, Grüne und FP im Jahr 2005 die Zweckwidmung für die Einnahmen aus Parkgebühren und Verkehrsstrafen abgeschafft haben. Heuer hat die Stadt Linz unter diesem Titel Einnahmen von 6,8 Millionen Euro eingeplant.

Ursprünglich sollten diese Einnahmen für Verbesserungen der Verkehrssituation verwendet werden. „Zuerst die Zweckwidmung abschaffen und dann neue Steuern fordern“, kritisiert Stadträtin Wegscheider die Grünen.

Untersuchung abwarten

Umweltstadträtin Schobesberger kontert auf die Kritik von SP und VP: „Ich bin verwundert, dass die Herren Luger und Watzl sowie Frau Wegscheider schon vor Erscheinen der Untersuchung Bescheid wissen. Sie kritisieren, obwohl sie die von den Fachleuten für Linz festgestellten Fakten noch nicht kennen.“

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Attraktivität einer Stadt · von oeh (14) · 03.03.2010 23:11 Uhr

Für mich erhöht starker Verkehr nicht unbedingt die Attraktivität einer Stadt, im Gegenteil! In Städten gab es in früheren Zeiten oft Arkadengänge, man fand Schutz vor Regen und im Sommer vor starker Sonneneinstrahlung - die sind leider großteils verschwunden. Auch lauschige Plätze zum kurzen Verweilen trifft man kaum mehr an. Vielleicht sollte man doch an mehr als an Autos denken um die Innenstadt zu fördern.

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Klar, da sind sich "rot" und schwarz · von eulenauge (14389) · 03.03.2010 05:14 Uhr

einig: Die Stadt gehört nicht den ruhebedürftigen Linzern, schon gar nicht den Innenstadtbewohnern, sondern dem Handel.

Warum werden dann Parkplätze per Tiefgaragenbau vernichtet?

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Artikel 03. März 2010 - 00:04 Uhr
Von Erhard Gstöttner
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