Der Vize-Rektor der Linzer Kunst-Uni, Rainer Zendron, ist einer der Begründer der Bürgerinitiative gegen die geplante Linzer Stadtwache.
|
"Rücksichtnahme auf die anderen" gehört auch zu diesen Werten, die schwinden. Wird ersetzt durch: "Ich mache, was mir gefällt, und wenn es Dir nicht passt, oder wenn Du darunter leidest, dann ist mir das egal". |
|
Auch das ist - mit Verlaub - Unsinn.
|
|
Die Allgemeinheit zahlt also dann mit viel Steurgeld dafür, dass die Verfehlungen einzelner kaschiert werden. Dreckig ist es trotzdem ständig. DAS gefällt mir aber nicht. Wer seinen Mist nicht richtig entsorgt, soll gefälligst selbst dafür bezahlen, nicht die anderen. Das nennt man "Verursacherprinzip" und ist nur recht und billig. Und durch einige Exempel steigt auch wieder die Disziplin. Das läßt sich an genügend Beispielen nachprüfen. Alles in allem finde ich es traurig, dass man in grossen Städten "Aufpasser" braucht, weil einige Prozent der Menschen sich nicht an die Regeln halten und wenig Rücksicht zeigen. Aber besser ist es, ALLE können gut leben, wenn einige aufpassen, als wenn einige Wenige die anderen nach gutdünken drangsalieren können, wenn es ihnen gefällt und wenn einige Wenige durch ihre Missetaten allen anderen viel Steurgeld kosten. Wenn die Ordnung durch Streetworker gewährleistet werden kann, soll´s mir recht sein, ich fürchte aber, wir werden Sanktionen brauchen. |
![]() |
Ja, auch das. Gute Idee: mehr Streetworker.
|
![]() |
Diese Variante ist jedenfalls viel durchdachter und situationsgerechter als die Argumente mancher "Wachgegner". Bei denen heisst es oft: Stadtwache ganz schlecht, Sozialarbeiter ganz gut oder ähnliches. Viele stören sich daran, dass sie "ermahnt werden könnten", sich an die Regeln zu halten, ohne verstehen zu wollen, das die Allgemeinheit davon profitiert, wenn sich alle an die Regeln halten. Ausserdem ist schon heute in manchen Gemeinden die für mich unakzeptable Variante: Einschränkung der Nutzung öffentlicher Plätze, weil die Polizei es nicht schafft, manche Gesetzesbrecher bzw. Lärmerreger herauszufischen. Dagegen scheint sich aber nur wenig Widerstand zu regen. Das verstehe, wer will.. |
|
Obwohl Herr Zendron Rektor ist und persönlich mutig (er ist am 1. Mai verletzt worden, weil er einer geprügelten Frau zu Hilfe eilen wollte), sind seine Argumente gegen die Stadtwache ziemlich bescheiden. Logisch und inhaltlich sehr bescheiden. "Die Leute werden verunsichert und auseinanderdividiert": wieso? Manche werden sich sicherer fühlen, wenn diverse Ungusteln sich nicht mehr so sicher fühlen können, andere ungestört zu belästigen. Wieso auseinanderdividiert? Es geht doch nicht um Klassenkampf, sondern dass darauf geachtet wird, dass "die Spielregeln" einghalten werden. Sozialarbeiter statt Ordnungswache? Es geht nicht um ein "entweder oder" sondern um ein sinnvolles "sowohl als auch". Manche Dinge sollen durch Sozialarbeiter geregelt werden, andere durch "Ordnungshüter". Mehr Reinigungspersonal? Das heisst, die einen werfen ihren Müll ordnungsgemäß in die Mistkübel, den anderen, die davon nichts halten, wird der achtlos weggeworfene Mist von eignem Personal weggeräumt. |
![]() |
Die daraus resultierende Botschaft:
|
![]() |
Ich bin nicht bei allen Themen Ihrer Meinung, aber was Ordnung und Sauberkeit in der Stadt betrifft, stimme ich mit Ihnen ziemlich genau überein.
|
![]() |
... sind Werte, deren Bedeutung leider schwindet.
|
94-Jähriger fiel auf Trickbetrüger rein - Bankmitarbeiter rief Polizei
Skandale und Verluste: 2011 war für Telekom Austria ein Jahr zum Abhaken
Erstes Monte Carlo-Training abgebrochen
Zehn oberösterreichische Bezirksgerichte werden geschlossen
Gekreuzigte Schweine: Anzinger darf nicht ausstellen