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Linzer empört: Anzeige, weil er Polizisten nach Namen fragte?

Bild vergrößern Linzer empört: Anzeige, weil er Polizisten nach Namen fragte?

Häufig wird über die Busspur dem Stau „ausgewichen“.   Bild: Fellhofer

LINZ/PUCHENAU. Der Stau auf der B127 von Puchenau Richtung Linz ist fast täglich ein Problem. Ein Linzer, der seine Freundin zum Arzt bringen sollte, benutzte widerrechtlich die Busspur. Dafür kassierte er eine Anzeige. Zu Unrecht, wie er meint: Die Begründung sei gewesen, dass er den Polizisten nach dem Namen fragte.

Kilometerlanger Stau und eine beeinträchtigte Freundin, die in Linz auf ihn wartete, damit er sie zum Arzt bringt. Da gingen dem 42-jährigen Autofahrer die Nerven durch. Er wich auf die Busspur aus. Da diese erst ab drei Personen im Auto benutzt werden darf, er allerdings alleine drin saß, widerrechtlich. „Ich weiß, dass ich da nicht fahren darf“, so der Linzer. Das habe er auch dem Polizisten gesagt, der ihn aufhielt. Ebenso die Gründe.

„Er hätte sagen können: ,Das tut mir leid – aber Sie dürfen trotzdem die Busspur nicht benützen.’“ Stattdessen habe es den Beamten überhaupt nicht interessiert, ob seine Freundin beeinträchtigt sei oder nicht, so der Linzer. „Er hat nur gesagt: ,Des is wurscht.’“ Da er selbst Betreuer von behinderten Menschen sei, sei er diesbezüglich jedoch sensibilisiert. Deshalb habe er den Beamten nach seinem Namen gefragt. Was ihm jedoch die anschließende Anzeige eingebracht haben soll: „Als sie mich aufgehalten haben, hatte es geheißen, ich soll 20 Euro Strafe zahlen. Am Schluss aber, als ich zahlen wollte, hat der Polizist gesagt, dass ich eine Anzeige bekomme – weil ich ihn nach dem Namen gefragt habe.“ Diese ist nun über die Bezirkshauptmannschaft gelaufen und 100 Euro schwer.

Aussage gegen Aussage

„Ich kann es nicht beurteilen – ich war nicht dabei“, so Bernhard Wöss, Bezirkspolizeikommandant von Urfahr-Umgebung, auf Anfrage der OÖN. Es gebe häufig Beschwerden über Autofahrer, die dem Stau mittels Busspur „ausweichen“. Deshalb müsse die Polizei eingreifen. Der betroffene Polizist argumentiere, der Autofahrer sei uneinsichtig gewesen. „In einem solchen Fall wird die Bezirkshauptmannschaft als unabhängige Stelle einbezogen.“ Fragen nach dem Namen seien aber im Normalfall nicht Grund für eine Anzeige. „Der Beamte muss zumindest seine Dienstnummer nennen“, sagt Wöss. „Sollten unnötige Aussagen gefallen sein, dann bedauern wir das.“ Der Linzer will es nicht auf sich sitzen lassen. Er hat Berufung eingelegt.

58 Kommentare
puchenauer PI · von sozialarbeiter · 11.02.2010 10:32 Uhr

die beamten der PI in puchenau und ottensheim habens nicht leicht. denn der eine oder andere ihrer kollegen verhält sich seinem dienstposten entsprechend nicht angemessen. wir wurden einmal zur fahrzeug- und führerscheinkontrolle angehalten. ich war nur beifahrer. dennoch wurde ich aufgrund meines nicht unbedingt deutsch klingenden namens noch fast eine stunde schikaniert. meine papiere (FS, pass, ausweis und was ich sonst dabei hatte) wurden mir einfach weggenommen und der beamte verschwand mal für 30 minuten damit um sie zu kontrollieren. er fragte dann ständig nach meinem geburtsort (welcher ja in jedem FS und pass vermerkt ist). und solche sachen hört man oft, dass die herren "ehemalige gendarmen" sich nicht dem anstand der linzer polizei angepasst haben.

 
Wir sind immer froh, · von klaus9951 · 12.02.2010 09:59 Uhr

wenn ordentlich kontrolliert wird. Es laufen ja sowieso zu viele Gangster herum ! Was willst Du eigentlich?

 
@klaus9951 · von Internerdhoernchen · 15.02.2010 09:32 Uhr

Die PostGendarmPolizisten in dieser Gegend sind tatsächlich eine ganz eigene Spezies. Manche lästern, dass in dieser Gegend viele Strafversetzte herumrennen.

 

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