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VP sieht große Lücken bei der Kinderbetreuung in Linz

LINZ. Handlungsbedarf sieht die Linzer VP bei der Kinderbetreuung. Zum einen müsse der Bedarf gedeckt, zum anderen müssten die Qualitätsstandards anderer Landeshauptstädte erreicht werden.

In der Kindergarten-Versorgung hätte Linz weitgehend Vollversorgung erreicht. Große Lücken sieht die VP allerdings noch bei der Versorgung mit Krabbelstubenplätzen und Tagesmüttern sowie bei den Öffnungszeiten der Einrichtungen.

5325 Kleinkinder unter drei Jahren gebe es derzeit in Linz. Doch nur neun Prozent, 458 Kinder, fänden Platz in einer Krabbelstube. Damit liege Linz im Vergleich der Landeshauptstädte auf dem letzten Platz, so die Volkspartei. Die durchschnittliche Betreuungsquote bei den unter Dreijährigen betrage nämlich 13,3 Prozent. Um diesen Betreuungsstand zu erreichen, bräuchte es 250 zusätzliche Krabbelstubenplätze. Derzeit seien allerdings erst 140 in Bau. Auch mit dem angekündigten Ausbauprogramm werde die Stadt nur gerade eben den Städte-Durchschnitt schaffen. Um Spitzenreiter Innsbruck mit 25 Prozent Betreuungsquote einzuholen, seien in Linz 870 zusätzliche Krabbelstubenplätze nötig.

Auch das Tagesmütter-Angebot sei in Linz schlechter als in anderen Städten, so die VP im Rahmen einer Pressekonferenz. Dünner sei das Angebot nur in Bregenz. In der zentralen Zielgruppe, Kinder bis vier Jahre, stünden 78 Tagesmütter-Plätze einer Zahl von 8742 Kindern gegenüber, der Andrang sei also entsprechend hoch.

Weniger dicht gesponnenes Netz

Auch in der Verteilung der Kinderbetreuungseinrichtungen bestünden Lücken im Netz. Linzer Eltern müssten längere Wege zurücklegen als Bewohner anderer Landeshauptstädte, so die VP, die analysiert: Um bei der Dichte aufzuholen, würden in Linz zwölf neue Kindergärten sowie 70 neue Standorte für Krabbelstuben benötigt.

1 Kommentare
Heuchlerische Bande! · von Hochofen · 08.02.2010 11:04 Uhr

Die ÖVP hat sich IMMER gegen Krabbelstuben gewehrt und dies als "Kindweglegung von Rabenmüttern" denunziert! Nur um ihr antiquiertes Mutter=Hausfrau-Familienbild aufrechtzuerhalten, das gerade in Städten kaum mehr der Realität entspricht. Anstatt die ÖVP-Presseaussendung zu übernehmen, sollte die OÖN lieber diesen Widerspruch aufzeigen,

 

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